„Gegen den vom Amtsgericht Pfaffenhofen an der Ilm erlassenen Strafbefehl wurde mittlerweile Einspruch eingelegt“, teilt Pressesprecher Franz Kugler mit. Ein Hauptverhandlungstermin wurde laut Auskunft der zuständigen Richterin noch nicht bestimmt. Der konkrete Termin werde wohl frühestens in zwei Wochen feststehen. Anfang September hatte die Staatsanwaltschaft Ingolstadt einen Strafbefehl wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen den Priester beantragt, den das Gericht in der Folge erließ.

Strafrahmen: Bis zu sechs Monate auf Bewährung

Der Strafrahmen eines Strafbefehls umfasst eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten auf Bewährung.
Am 12. Februar 2021 hatte das Bistum Augsburg einen katholischen Priester in der Gemeinde Elchingen im Landkreis Neu-Ulm mit sofortiger Wirkung freigestellt. Die Staatsanwaltschaft in Ingolstadt hatte ein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs aufgenommen. Im Jahr 2016 war schon einmal in einer oberbayerischen Gemeinde der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen den Priester erhoben worden. Dieser erwies sich jedoch nicht als belastbar, die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Auch die jetzigen Ermittlungen bezogen sich auf Tatvorwürfe, die in Oberbayern erhoben wurden.

Offener Umgang mit Vorwürfen

Der Priester war mit den damals erhobenen Vorwürfen innerhalb der Elchinger Gemeinde offen umgegangen, hatte diese selbst zu Beginn seiner Dienstzeit 2018 angesprochen. Dort war er unter anderem für die Wallfahrt zuständig.