Sendener sammeln Müll: Eine Stadt macht Frühjahrsputz

Eine buntgemischte Gruppe ist bei der Putzete in Senden zusammenkommen. Das Foto zeigt eine kleine Auswahl der insgesamt mehr als 150 Helferinnen und Helfer.
Stadt Senden, Ralf Gengnagel- Über 150 Helfer sammelten in Senden Müll.
- Mehrere hundert Kilogramm Abfall landeten im Container.
- Aktion organisiert von Freiwilligenagentur Ehrenwert.
- Familien, Schulen, Feuerwehren und Vereine beteiligt.
- Frühjahrsputz gegen achtlos weggeworfenen Müll.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Frühjahr naht. Und mit ihm für viele der Frühjahrsputz. In der Wohnung hat sich über den Winter einiger Kram angesammelt, die Regale ziert eine Staubschicht und die Fenster hätten es auch mal wieder nötig. Es besteht also Handlungsbedarf, zumindest theoretisch. In dieser Übergangszeit lässt sich nämlich ganz wunderbar ein weit verbreitetes Phänomen beobachten, das ans Lateinische angelehnt als Prokrastination bezeichnet wird. Der Begriff bedeutet so viel wie „auf morgen verschieben“. Wer prokrastiniert, zögert das Erledigen wichtiger, aufwendiger, manchmal auch unangenehmer Aufgaben möglichst lange hinaus. Ganz neu ist das Phänomen nicht, der Begriff wird schon seit dem 16. Jahrhundert verwendet. Es hat also Tradition.
Frühjahrsputz im Großformat
Um so schöner ist es, wie viele Leute ihren Hintern dann doch hochbekommen, wenn es darum geht, das eigene Dorf oder die Heimatstadt vom Müll zu befreien - ein Frühjahrsputz im Großformat. Beispiel Senden: Bei einer Putzete waren kürzlich überall im Stadtgebiet und in den Ortsteilen zahlreiche Menschen in Warnwesten unterwegs, die achtlos weggeworfenen Müll aufsammelten. Ausgestattet mit Zangen, Handschuhen und Eimern zogen nicht nur viele Familien, sondern auch Feuerwehren und Vereine sowie Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule Senden und der Werner-Ziegler-Mittelschule gemeinsam los. Mehr als 150 Helferinnen und Helfer folgten dem Aufruf der Freiwilligenagentur Ehrenwert der Stadt Senden. Respekt!
Am Ende kam so ein ganzer Container mit mehreren hundert Kilogramm Abfall zusammen — ein sichtbares Zeichen dafür, wie notwendig diese Aktion ist. Und wie bequem und faul manche Leute sind. „Es gibt Leute, die werfen ihre Flaschen in die Büsche, obwohl die Glascontainer nur ein paar Meter weiter stehen“, brachte eine Mittelschülerin ihr Unverständnis zum Ausdruck. Vollkommen zu Recht. Das ist keine Art, jeder ist gefordert. Oder, wie die Lateiner sagen: Mihi cura futuri, die Sorge um die Zukunft liegt bei mir.
