Tödlicher Unfall in Neu-Ulm: Fußgänger stirbt am Bahnübergang Schwaighofen – Was die Polizei sagt
Großeinsatz in Neu-Ulm: Am Bahnübergang in der Reuttier Straße in Schwaighofen hat sich am Samstagabend ein schwerer Unfall ereignet. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag ist ein junger Mensch dabei ums Leben gekommen.
Laut Polizei ging der Notruf wegen des Unfalls gegen 17.43 Uhr ein. Ein 20-Jähriger hatte versucht, trotz der geschlossenen Schranken die Gleise zu überqueren. Nachdem der junge Mann zunächst erfolglos versucht hatte, ein gesperrtes Drehkreuz zu überwinden, wechselte er auf die Straße und umging die geschlossene Halbschranke.
Tödlicher Unfall in Schwaighofen: Junger Mann von Zug erfasst
Der Lokführer des herannahenden Zuges leitete umgehend eine Notbremsung ein und betätigte die Warnhupe, doch er konnte eine Kollision nicht mehr verhindern. Der 20-Jährige wurde vom heranfahrenden Regionalzug erfasst und neben die Gleise geschleudert. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der Mann schwerste Verletzungen erlitt. Er starb wenig später im Krankenhaus. Der Lokführer sowie drei Zeugen und Ersthelfer erlitten einen Schock.
Warum der junge Mann versuchte, die Schranken zu überwinden, ist noch unklar. Nach derzeitigem Kenntnisstand war er durch sein Mobiltelefon in der Hand abgelenkt.
Reuttier Straße und Bahnstrecke gesperrt
Neben der Polizei rückten auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst zum Unfallort aus. Die Reuttier Straße wurde gesperrt. Die Sperrung wurde am Abend wieder aufgehoben. Die Deutsche Bahn hatte in ihrer App auf einen Notarzteinsatz am Gleis hingewiesen. Die Strecke zwischen Neu-Ulm und Senden war zwei Stunden lang gesperrt. Züge aus Richtung Memmingen/Weißenhorn verkehrten bis Senden und endeten vorzeitig.
Störungen im Zugverkehr der Illertalbahn
Die Bahn hatte angekündigt, einen Ersatzverkehr mit Taxis zwischen Senden und Neu-Ulm für Fahrgäste einzurichten. Er sollte gegen 19:40 Uhr in Neu-Ulm beginnen. Um 19.54 meldete die Bahn, dass der Notarzteinsatz beendet und die Sperrung aufgehoben sei. Der Zugverkehr werde allmählich wieder aufgenommen. Allerdings müsse man noch mit erheblichen Folgebeeinträchtigungen rechnen, hieß es am Abend. Der Ersatzverkehr mit Taxis zwischen Senden und Neu-Ulm wurde trotzdem eingerichtet.


