Schreck in Neu-Ulm
: Mann zieht Springmesser in Café

In der Reichenberger Straße in Ludwigsfeld ist es zu einem beängstigenden Vorfall gekommen. Die Polizei konnte den Unbekannten mit dem Messer stellen.
Von
Laura Mensch
Neu-Ulm
Jetzt in der App anhören
Polizei im Einsatz: ARCHIV - 06.08.2015, Schleswig-Holstein, Flensburg: ILLUSTRATION - Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße. (zu dpa: «Zwei Männer in Mainz mit einem Messer verletzt») Foto: Carsten Rehder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei konnte den Mann in Ludwigsfeld finden und das Messer sicherstellen.

Carsten Rehder/dpa

Alle paar Tage melden Polizei und Medien aktuell einen Messervorfall. Im Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld ist die Situation noch einmal glimpflich ausgegangen. In der Reichenberger Straße hat dort am Sonntagnachmittag ein unbekannter Mann ein Café betreten und ein Messer gezogen.

"Er zückte mit erhobenem Arm ein Messer", wie die Polizei mitteilt, verließ jedoch ohne unmittelbare Bedrohung der Gäste kurze Zeit später das Café. Obwohl es keine direkte Bedrohungslage gab, nahm die Polizei gleich die Fahndung nach dem Unbekannten auf und konnte ihn kurz darauf stellen. Gegenüber der Polizei sei der Mann zugänglich und nicht aggressiv gewesen, berichten die Beamten. Bei der Durchsuchung stellten die Polizeikräfte jedoch ein verbotenes Springmesser sicher. Die Hintergründe des Vorfalls sind Gegenstand der Ermittlungen. Verletzt wurde niemand.

Anders als beim jüngsten Vorfall im Saarland. Dort wurde am Montagabend bei einer Messerattacke in der Regionalbahn ein 21 Jahre alter Mann verletzt. Der Täter ist noch auf der Flucht, wie die Polizei mitteilte.

Auch nachdem Ende Mai bei einer Auseinandersetzung in Neu-Ulm ein Messer ins Spiel kam, musste ein 40-Jähriger mit Stichverletzungen ins Krankenhaus.

Messerattacke löst Entsetzen in ganz Deutschland aus

Für Entsetzen in ganz Deutschland hat in den vergangenen Tagen der tödliche Angriff auf jungen Polizisten in Mannheim gesorgt. Der Angreifer verletzte den 29 Jahre alten Beamten auf dem Marktplatz schwer. Trotz Notoperation ist der Polizist später im Krankenhaus verstorben. In der Stadt Mannheim sitzt der Schock tief – sowie bei den Kolleginnen und Kollegen des Opfers in ganz Deutschland. Es folgten zahlreiche Gedenkveranstaltungen.

Auch die Attacke am Wochenende in Baden-Württemberg bleibt im Gedächtnis. In Schwäbisch Gmünd ist ein Mann bei einer Auseinandersetzung in der Innenstadt während des Stadtfests in der Innenstadt mit einem Messer schwer verletzt worden. Noch in der Nacht nahm die Polizei mehrere Tatverdächtige fest, die Hintergründe sind jedoch immer noch unklar.

In Tübingen ist vergangene Woche ein Vorfall glimpflich ausgegangen. Eine Mitarbeiterin einer Behörde im Tübinger Schleifmühleweg ist von einem Kunden mit einem Messer bedroht worden. Die Frau konnte unmittelbar darauf unverletzt aus dem Raum fliehen und den Mann dort alleine einschließen.