Schicksal in Senden: „Ich habe meinen Sohn schon dreimal fast verloren“

Selbstgemalte Bilder, Spielsachen und Kuscheltiere. Und mittendrin Suada Jefkaj mit ihren Kindern Arjun und Loveleen. Das Kinderzimmer ist sehr beengt.
Matthias Kessler- Suada Jefkaj, alleinerziehende Mutter, kämpft um eine größere Wohnung für ihre Zwillinge in Senden.
- Sohn Arjun, 8, ist schwer krank – Leukämie, Organschäden und regelmäßige Behandlungen belasten die Familie.
- Die aktuelle Dachgeschosswohnung ist zu eng, Kinder teilen ein kleines Zimmer, Arjun schläft auf einer Matratze.
- Konflikte mit Nachbarn und Vermieter verschärfen die Lage, Kündigungsdrohung im August 2023 kam hinzu.
- Jefkaj sucht dringend eine Wohnung mit zwei Kinderzimmern in Senden/Ulm – E-Mail: suada.jefkaj@yahoo.de.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Suada Jefkaj ist verzweifelt. Sie ist alleinerziehende Mutter der achtjährigen Zwillinge Arjun und Loveleen. Und sie hat mit ihren Kindern schon einen langen Leidensweg hinter sich. Ihr Sohn Arjun ist schwer krank.
Vor einigen Jahren war bei Arjun Leukämie diagnostiziert worden, er hatte Tumore in der Lunge und in der Niere. Die beiden Organe haben auch schon versagt, berichtet Jefkaj. Tränen steigen in ihre Augen, wenn sie davon erzählt. „Ich habe meinen Sohn schon dreimal fast verloren“, berichtet sie. „Die Ärzte haben gesagt: Ich weiß nicht, ob ihr Sohn das schafft. Er ist sehr, sehr krank.“
Als Arjun drei Jahre alt war, bekam er eine Lungenentzündung. Damals lebte Jefkaj noch mit ihrem damaligen Partner in Bad Saulgau im Kreis Sigmaringen. Die Kinderärztin war alarmiert und überwies Arjun ins Krankenhaus nach Ravensburg.
„Ich hatte große Angst“
„Es waren viele Ärzte da“, berichtet die 36-Jährige. „Ich hatte große Angst.“ Die Ärzte fanden Tumore in den Lungen und den Nieren. „Für mich ist eine Welt zusammengebrochen.“ Mit dem Rettungswagen schickten die Ravensburger Mutter und Sohn in die Kinderklinik nach Ulm. Die Diagnose lautete Leukämie. Arjun wurde auf die Intensivstation verlegt, eine Chemotherapie begann.
Fast zwei Jahre lang zog sich die Krebsbehandlung in der Kinderklinik hin. Die Chemotherapie schlägt an, die Tumore verschwinden. Trotzdem eine belastende Zeit. „Arjun musste mehrmals das Laufen neu lernen“, nennt Jefkaj ein Beispiel. Auch die Augen nehmen Schaden. „Er ist wirklich ein Kämpfer.“ Sie lobt ausdrücklich die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte und des Pflegepersonals.
Seit einigen Jahren lebt die Familie in einer kleinen Dachgeschosswohnung in Senden. Die Nähe zur Kinderklinik ist wichtig. Arjun muss immer noch regelmäßig zu Untersuchungen und Behandlungen dorthin, die Nieren sind dauerhaft geschädigt. Arjun besucht eine spezielle Förderschule in Senden, Loveleen eine Grundschule.
Nur ein enges Kinderzimmer
Allerdings ist die Wohnung zu beengt. Die beiden Kinder teilen sich ein kleines, gemeinsames Kinderzimmer. Dort stapeln sich Spielsachen und Kuscheltiere. Weil sein Bett kaputtgegangen ist, schläft Arjun derzeit auf einer Matratze. Wegen der geschädigten Nieren ihres Sohnes war Suada Jefkaj zuletzt auch immer wieder nachts im Zimmer zugange. Das stört natürlich auch die Tochter. „Es ist auch für sie nicht einfach.“
Arjun nimmt weiterhin Medikamente, er bekommt auch Krampfanfälle. Suada Jefkaj hat eine Notfallspritze griffbereit liegen. „Ich gehe mit Angst schlafen“, sagt sie. „Tagsüber versuche ich mich mit den Kindern abzulenken.“
Neben der beengten Wohnsituation gibt es auch Probleme mit den Nachbarn und dem Vermieter. Es geht um angebliche Lärmbelästigungen; die Atmosphäre im Mehrparteienhaus ist vergiftet. Auch eine Kündigung seitens des Vermieters lag im August 2023 schon auf dem Tisch, die dann aber nicht vollzogen wurde. Die Lage ist für die Familie psychologisch belastend. Für Jefkaj, aber auch für die Kinder. „Sie hassen die Wohnung“, berichtet sie. Unbeschwertes Spielen sei für die beiden weder in der Wohnung noch draußen möglich. „Sie haben Angst wegen der Nachbarn. Hier können wir nicht frei sein.“
Bislang nur Absagen bekommen
Die Situation ist sehr schwierig. Suada Jefkaj hofft nun, dass ihr jemand eine neue Wohnung im Bereich Senden oder Ulm anbieten kann. Sie ist auch schon seit einer geraumen Zeit auf der Suche. „Bislang habe ich aber nur Absagen bekommen“, berichtet sie. Ihr Traum ist es, dass die Kinder eigene Zimmer bekommen. „Sie werden jetzt bald neun Jahre alt.“
Parallel versucht sie auch über die Stadt Senden eine Sozialwohnung zu bekommen. „Ich habe einen Wohnberechtigungsschein beantragt“, sagt sie. Die derzeitige Situation sei sehr schlimm, gerade für die Kinder. „Es tut mir im Herzen weh.“
Wohnangebote für die Familie
Suada Jefkaj sucht für sich und ihre beiden Kinder eine Wohnung im Bereich Senden oder Ulm. Zwei Kinderzimmer sollten dort vorhanden sein, ein Garten wäre die Krönung. Wer der alleinerziehenden Mutter eine Wohnung anbieten möchte, kann mit ihr über E-Mail an suada.jefkaj@yahoo.de Kontakt aufnehmen.
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