Robocup Junior in Vöhringen: Im Kulturzentrum treten 91 Teams mit ihren Robotern gegeneinander an

Soccer 2.0: Beim Robocup gehen autonom agierende Roboter auf Torejagd.
RocciRoboter sind auf dem Vormarsch, nicht zuletzt die Künstliche Intelligenz befeuert die Fantasien. Inwieweit die KI schon beim Robocup Junior am Wochenende in Vöhringen eine Rolle spielen wird, weiß Martin Werdich, einer der Organisatoren vom Robotics Competence Center Illertall (Rocci), spontan gar nicht zu sagen. „Das wäre eine gute Frage an die Teams.“ Und davon werden am Samstag und Sonntag eine ganze Menge ins Wolfgang–Eychmüller–Haus kommen: Mit 91 angemeldeten Teams und mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist ein belebtes Kulturzentrum garantiert, die Besucher dürfen sich auf zahlreiche Robotik–Wettkämpfe in drei Disziplinen freuen.
Roboter treten in drei Disziplinen an
In der Disziplin „Soccer“ treten Roboter in Fußball auf einem kleinen Spielfeld gegeneinander an. Klassisch gekickt wird dabei nicht, die Roboter sind fahrend unterwegs. „Und sie handeln autonom“, betont Werdich. „Da seht niemand mit einer Fernsteuerung.“ In der Disziplin „Rescue“ müssen die Roboter einen Hindernisparcours überwinden und bestimmte Ziele finden. Diese sind entweder farblich gekennzeichnet oder über einen Wärmesensor aufzuspüren. „Die Disziplin simuliert den Katastrophenfall“, erklärt Werdich. „Etwa ein Trümmerfeld.“ Entsprechend müssen sich die Roboter auf ihrer Suche auf ungastlichem Gelände mit Rampen und Blockaden herumschlagen. In der dritten Disziplin „On Stage“ können die Teams dann ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Tänze oder ein Theaterstück, so gut wie alles ist mit den Robotern auf der Bühne möglich. „Sehr beliebt sind auch Lichteffekte“, sagt Werdich.
Wer beim Robocup mit seinen selbstgebauten und programmierten Robotern am Wochenende gut abschneidet, qualifiziert sich für die Deutsche Meisterschaft in Kassel. Die Wettbewerbe im Kulturzentrum gehen am Samstag, 2. März, von 12 Uhr bis 19 Uhr und am Sonntag von 9 Uhr bis 14 Uhr. Die Mannschaften kommen aus dem gesamten süddeutschen Raum, so Werdich. Oft von Schulen, aber nicht ausschließlich. Die Altersgrenze liege bei 19 Jahren. „Da sind auch zahlreiche Teams aus der Region Ulm und Neu–Ulm dabei.“
