Regionalverkehr der Bahn
: Fast 90 Prozent Pünktlichkeit! Verbindung aus der Region schneidet gut ab

Im Vergleich zum Fernverkehr erreichen deutlich mehr Züge im Regionalverkehr in Bayern ihre Ziele pünktlich. Auch eine Verbindung des Dieselnetzes Ulm schneidet gut ab.
Von
Amelie Schröer
Neu-Ulm
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So ist es Usus: Wie im Straßenverkehr fährt die Regionalbahn im Ulmer Hauptbahnhof auf der rechten Seite. In einigen Jahren könnte das anders aussehen.

Bahnhof Ulm - Zug nach München über Augsburg

Die Regionalbahnen in Bayern sind größtenteils pünktlich – auch einige im Kreis Neu-Ulm (Symbolbild).

Matthias Kessler
  • In Bayern kamen Regional- und S-Bahnen durchschnittlich auf 84,9 Prozent Pünktlichkeit.
  • Acht von 33 Netzen lagen über 90 Prozent – die Bayerische Zugspitzbahn fast bei 99 Prozent.
  • Im Dieselnetz Ulm erreichten RS 7, RS 71 und RB 78 zusammen 88,3 Prozent Pünktlichkeit.
  • DB Fernverkehr lag bei 60,1 Prozent, doch die Netze sind wegen Distanzen nur bedingt vergleichbar.
  • Hauptgründe für Verspätungen: marode Infrastruktur und hohes Bauvolumen der DB InfraGO.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

84,9 Prozent Pünktlichkeit erreichten die Regional- und S-Bahnen in Bayern durchschnittlich im vergangenen Jahr. Das teilt die Bayerische Eisenbahngesellschaft in einer Mitteilung mit. Damit sank der Wert im Vergleich zum Vorjahr leicht, dort lag er bei 85,3 Prozent. Spitzenreiter 2025 war den Zahlen zufolge die Bayerische Zugspitzbahn, die in fast 99 Prozent der Fälle pünktlich war. In der Ulmer Region überzeugte im vergangenen Jahr das Dieselnetz Ulm, das die Linien der RS 7 zwischen Ulm und Memmingen, der RS 71 zwischen Ulm und Weißenhorn und der RB 78 zwischen Günzburg und Mindelheim betreibt. Die Züge dort erreichten eine Pünktlichkeit von 88,3 Prozent.

Pünktlichkeit im Fernverkehr deutlich geringer

Insgesamt erreichten 8 von 33 Netzen einen Pünktlichkeitswert von über 90 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Zügen von DB Fernverkehr lag die Pünktlichkeitsquote im Jahr 2025 nur bei 60,1 Prozent. An dieser Stelle sei aber zu berücksichtigen, dass sich die Leistungen aufgrund unterschiedlicher Distanzen nur schwer untereinander vergleichen lassen. Strecken, auf denen Regionalzüge komplett oder überwiegend allein unterwegs sind oder kürzere Distanzen zurückzulegen haben, schneiden naturgemäß besser ab als Strecken mit Mischverkehr aus Regional-, Fern- und Güterzügen.

Als pünktlich gewertet werden laut der Bayerischen Eisenbahngesellschaft alle Züge, die weniger als sechs Minuten Verspätung haben. Hauptursache für Verspätungen war der weiterhin schlechte Zustand der Bahninfrastruktur. Für die Zugausfälle war vor allem das hohe Bauvolumen der bundeseigenen DB InfraGO der maßgebliche Treiber. Sie ist für den Erhalt und Ausbau der Schieneninfrastruktur zuständig.

Trotz der hohen Pünktlichkeitswerte im Regionalverkehr kritisiert der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der BEG ist: „Der Schienenpersonennahverkehr im Freistaat boomt bei der Nachfrage, tritt aber gleichzeitig bei der Pünktlichkeit leider weiter auf der Stelle. Das ist für die Fahrgäste enttäuschend und wir können damit nicht zufrieden sein.“

Top-Monat der Züge im Dieselnetz Ulm war der Januar mit einer Pünktlichkeit von fast 95 Prozent, auch der Februar, der März, der April und der Mai erreichten Werte von über 90 Prozent. Schwächster Monat war der November mit etwa 83 Prozent, der damit aber auch nur leicht unter dem Landesschnitt lag.