Protest gegen Krankenkassen-Spargesetz
: Neu-Ulmer Kreiskliniken werden am Freitag, 12. Juni, symbolisch geschlossen

Die regionalen Kliniken sehen sich durch das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz in ihrer Existenz bedroht. Sie wehren sich. Am Freitag, 12. Mai, findet in der Mittagszeit eine Protestaktion an der Neu-Ulmer Donauklinik und der Stiftungsklinik in Weißenhorn statt.
Von
Stefan Czernin
Kreis Neu-Ulm
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Auch die Donauklinik soll ihr Defizit verringern. Im vergangenen Jahr lag es bei über 7 Millionen Euro. Dieses Jahr sollen es noch 6,85 Millionen Euro sein.

Der Eingang zur Neu-Ulmer Donauklinik wird am kommenden Freitag über die Mittagszeit symbolisch verschlossen.

Patrick Fauß
  • Kliniken protestieren gegen das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz – Existenz bedroht.
  • Am Freitag, 12. Mai, werden Eingänge in Neu-Ulm und Weißenhorn von 11 bis 13 Uhr symbolisch geschlossen.
  • Suavia rechnet bei Gesetz in aktueller Form für 2027 mit 7,8 Millionen Euro zusätzlichem Defizit.
  • Mitarbeitende und Politikvertreter beteiligen sich an der Aktion an beiden Standorten.
  • Geschäftsführer Torsten Strehle kritisiert das Gesetz als Reaktion auf eine Kostenexplosion.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Patienten und Besucher der Neu-Ulmer Kreiskliniken müssen sich am Freitag, 12. Juni, auf ein ungewohntes Bild einstellen: Die Eingänge der Neu-Ulmer Donauklinik und der Stiftungsklinik in Weißenhorn werden in der Mittagszeit von 11 Uhr bis 13 Uhr symbolisch verschlossen sein. Die Suavia Gesundheitsgesellschaft beteiligt sich an einem süddeutschen Protesttag gegen das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, das laut den Kliniken mehr als schmerzhafte Einschnitte bei den Krankenhäusern vorsieht. Die Suavia Gesundheitsgesellschaft mit ihren beiden Kliniken sowie einem Gesundheitszentrum in Illertissen rechnet für 2027 mit einem zusätzlichen Defizit in Höhe von 7,8 Millionen Euro, falls das Gesetz in der jetzigen Form beschlossen wird. Das soll noch vor der Sommerpause passieren.

„Kliniken sind Prügelknaben des Gesundheitssystems“

Bei der Aktion beteiligen sich neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken auch Vertreter der Politik, um gegen die im Raum stehenden Kürzungen zu protestieren.

„Unsere Kliniken sind seit Jahren die Prügelknaben im Gesundheitssystem. Wir sind Kummer gewohnt und nehmen es immer wieder sportlich. Aber das neue Gesetz wirkt wie der verzweifelte Versuch, die selbst verursachte Kostenexplosion durch die Bundesregierung dadurch in den Griff zu bekommen, dass sie bitte ein anderer bezahlt“, erklärt Suavia-Geschäftsführer Torsten Strehle in einer Mitteilung.