Projekt von Jugendlichen: Jugendhaus Weißenhorn startet Podcast

In der ersten Podcast-Folge schauen Vertreter des Jugendhauses auf das Stadtleben in Weißenhorn.
Hans Scherhaufer/epdDas Jugendhaus in Weißenhorn ist seit ein paar Wochen um ein Angebot reicher. Nachdem der Ort Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit ein paar Jahren bereits als Anlaufstelle für Sorgen, Wünsche, aber eben auch gemeinsame Aktionen dient, können sie dort nun einen lang geäußerten Wunsch verwirklichen: einen gemeinsamen Podcast. „Jugendliche kamen auf uns zu und haben sich das gewünscht und wir haben es geschafft, das zu verwirklichen“, teilen die beiden Jugendhaus-Mitarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen Theresa Veit und Nina Frey gleich zu Beginn der ersten Folge mit, die auf der Webseite der Stadt abrufbar ist.
Eine kleine Reihe soll es werden, in der jungen Menschen eine Stimme gegeben werden soll, heißt es auf der Seite des Jugendhauses. Auf der Themenliste stehen neben Politik und Gesellschaft auch Freizeit, Schule und Ausbildung. Die Inhalte der Folgen werden von den Jugendlichen, unter Begleitung vom Jugendbüro, selbst geplant, gestaltet und gesprochen. Ende Juli kam die erste Folge raus. Das Thema: die Wünsche von Jugendlichen für das Leben in Weißenhorn.
Sprungturm, Outdoor-Gym und Schülerrabatte
Moderatoren in der 14-minütigen ersten Folge sind ein Junge und ein Mädchen, die ihre Namen nicht nennen wollen. Vertreter des Jugendhauses hatten im Vorfeld Jugendliche befragt, was ihnen in Weißenhorn gefällt. So nannten sie unter anderem die gute Versorgung in der Stadt mit Ärzten, Krankenhaus, Wochenmarkt und Vereinen. Auch die Nähe zu Feldern und Wäldern wurde genannt.
Dennoch gibt es offenbar einiges, was sich die jungen Erwachsenen noch für Weißenhorn wünschen. Dazu gehören neben erweiterten Öffnungszeiten für das Jugendhaus unter anderem ein Sprungturm für das Freibad, mehr Mülleimer im Stadtgebiet, ein Outdoor-Gym und mehr Schülerrabatte. „Vor allem jetzt, wo alles teurer wird“, argumentieren die beiden Moderatoren. Die Schule nehme viel Zeit in Anspruch, sodass nicht jeder nebenher arbeiten gehen könne, um sich etwas außerhalb des Taschengeldes leisten zu können.
Auch mehr öffentliche Toiletten, mehr Pflanzen in der Innenstadt und das Thema Sicherheit von Frauen wurden genannt. Beauftragt werden soll nun der im Frühjahr neu gewählte Stadtrat mit den Wünschen der Jugendlichen. „Wir wissen, dass nicht alles auf einmal passieren kann“, sind sich die Moderatoren bewusst und ergänzen: „Wenn ein paar der Sachen passieren, dann wäre es ganz schön.“


