Polizeieinsatz in Neu-Ulm
: Illegales Bordell in Innenstadt aufgedeckt

Ordnungsamt und Polizei Neu-Ulm haben erfolgreich Razzien im Rotlichtmilieu durchgeführt. Unter anderem wurde eine fünfstellige Geldbuße verhängt.
Von
Niko Dirner
Neu-Ulm
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Ein illegal betriebenes Bordell hat der Zoll in Lübben entdeckt. (Symbolbild)

ARCHIV - ILLUSTRATION: 21.10.2013, Baden-Württemberg, Böblingen: Eine Prostituierte sitzt im Rahmen eines Fototermins auf dem Sofa eines FKK-Clubs. (zu dpa: «Prostituiertenschutzgesetz» vom 18.06.2018) Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

In Neu-Ulm haben die Behörden eine gewerbliche Zimmervermietung entdeckt, in der auch Prostituierte ihre Dienste anboten (hier ein Symbolfoto).

Marijan Murat/dpa
  • Illegale Bordelle in Neu-Ulm entdeckt; Razzien durchgeführt.
  • Fünfstellige Geldbuße gegen Betreiber verhängt.
  • 15 Frauen ohne Anmeldung festgestellt; Formalitäten nachgeholt.
  • Weitere Ermittlungen und Kontrollen geplant.
  • Ziel: Schutz der Prostituierten und öffentliche Sicherheit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Stadt und die Polizeiinspektion Neu-Ulm haben vergangene Woche nach längeren Vorermittlungen schwerpunktmäßig Kontrollen im Rotlichtmilieu vorgenommen – und sind dabei laut einer Mitteilung aus dem Rathaus erfolgreich gewesen: Mehrere Fälle illegaler Prostitution wurden festgestellt, mit weitreichenden Folgen für die Verantwortlichen.

So wurde etwa im westlichen Bereich eines Neu-Ulmer Industriebetriebes eine „gewerbliche Zimmervermietung in größerem Ausmaß“ entdeckt – und das ohne baurechtliche und gewerberechtliche Anmeldung. Vermietet wurde an Monteure sowie an Prostituierte. Der Betrieb wurde laut Stadtverwaltung eingestellt. Gegen den Betreiber wurde eine fünfstellige Geldbuße verhängt. Auch im Innenstadtbereich im Bereich Augsburger-Tor-Platz wurde ein unerlaubter Bordellbetrieb aufgedeckt und durchsucht. „Die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der unerlaubten Einrichtung laufen derzeit noch.“

Es soll weitere Kontrollen geben

Bei den Razzien wurden zudem an einem dritten Standort 15 Frauen festgestellt, welchen die gesetzlich erforderliche Anmeldung als Prostituierte fehlte. Die Stadt Neu-Ulm weist darauf hin, dass eine Anmeldung vor allem deshalb zwingend notwendig ist, um Prostituierte wirksam „vor einem kriminalitätsgeneigten Umfeld“ schützen zu können. Die Formalitäten wurden während der Kontrollen vor Ort nachgeholt. Weiteren Ermittlungen laufen noch.

Stadt und Polizei kündigen an, im Interesse der öffentlichen Sicherheit auch in Zukunft Schwerpunktkontrollen im Stadtgebiet vorzunehmen.