Polizeieinsatz in Neu-Ulm
: Erst explodieren Feuerwerkskörper, dann fallen Schüsse

In Neu-Ulm hat ein Anwohner am Wochenende mit einer Schreckschusswaffe aus einem Fenster geschossen und damit seine Nachbarn erschreckt. Gegen ihn ermittelt jetzt die Polizei.
Von
Kerstin Auernhammer
Neu-Ulm
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In Kossenblatt geriet ein Mann mehrfach wegen einer Schreckschusswaffe mit dem Gesetz in Konflikt. (Symbolfoto)

In Neu-Ulm hat ein Anwohner der Bahnhofstraße mit einer Schreckschusswaffe aus dem Fenster geschossen. (Symbolfoto)

Oliver Killig/ dpa
  • 20-Jähriger schoss mit Schreckschusswaffe in Neu-Ulm aus dem Fenster – Polizei ermittelt.
  • Auslöser waren Feuerwerkskörper, die Unbekannte vor seinem Fenster zündeten.
  • Polizei fand Feuerwerksreste, Täter bleibt unbekannt – Waffe des Schützen beschlagnahmt.
  • Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz – Ordnungswidrigkeit festgestellt.
  • Zuletzt wurde in Neu-Ulm Ende Juni wegen eines Tankstellenüberfalls mit Schüssen ermittelt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein 20-Jähriger hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag (30./31.08.2025) seinen Nachbarn in der Neu-Ulmer Bahnhofstraße einen gehörigen Schrecken eingejagt. Die Polizei wurde per Notruf über Schussgeräusche informiert - das wäre allerdings gar nicht nötig gewesen, da eine zufällig anwesende Streifenbesatzung die Schüsse ebenfalls gehört hatte.

Die Streife machte sich auf die Suche nach der Quelle der Schüsse - und wurde fündig. Es handelte sich um einen 20 Jahre alten Mann, der zugab, mit seiner Schreckschusswaffe mehrmals aus dem Fenster seiner Wohnung geschossen zu haben. Als Grund gab er an, er sei provoziert worden - denn Unbekannte hätten vor seinem Fenster Feuerwerkskörper auf der Straße gezündet.

Schütze muss Waffe abgeben

Die Polizei fand tatsächlich zwei Feuerwerksraketen in der Straße - wer sie abgefeuert hatte, blieb jedoch unklar. Die Schüsse des 20-Jährigen als Reaktion auf das Feuerwerk bleiben nicht ohne Folgen. Gegen den jungen Mann laufen Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Südwest stellt das eine Ordnungswidrigkeit dar. Auch seine Waffe musste der Ruhestörer abgeben.

Zuletzt hatte die Polizei in Neu-Ulm Ende Juni wegen Schüssen ermittelt. Damals hatten in Offenhausen Unbekannte eine Tankstelle überfallen und dabei mit einer Waffe geschossen. Drei der mutmaßlichen Täter konnten einen Monat später festgenommen werden.