Opel Manta in der Donau: Zeugin meldet sich – wurde das Auto 1972 gestohlen?

Über 50 Jahre lang lag der Opel Manta bei Elchingen in der Donau.
Quirin Goebel- Opel Manta nach über 50 Jahren aus der Donau bei Elchingen geborgen – Polizei ermittelt.
- Eine Zeugin meldete sich: Der Wagen wurde 1972 ihrem früheren Ehemann gestohlen.
- TÜV-Plakette deutete auf lange Liegezeit hin, nächste Hauptuntersuchung wäre im Juni 1974 gewesen.
- Kennzeichen half nicht weiter, Archivsuche zunächst erfolglos; Wrack wurde zufällig per Echolot gefunden.
- Bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse bleibt der Manta gesichert untergestellt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit Tagen ermittelt die Polizei Neu-Ulm in alle Richtungen hinsichtlich des in der vergangenen Woche aus der Donau gefischten Opel Manta. Wem der Wagen, der über 50 Jahre dort im Wasser gelegen hatte, gehört, war unklar. „Die Ermittlungen zum Halter des Fahrzeugs verliefen zunächst erfolglos, da keine Archivdaten vorhanden waren“, teilt die Polizei Neu-Ulm mit. Bis jetzt. Denn wie die Pressestelle am Montagnachmittag (8.6.) mitteilt, habe sich inzwischen eine Zeugin gemeldet. Anhand ihrer Aussage sei nun bekannt, dass der Opel Manta im Jahr 1972 ihrem ehemaligen Ehemann gestohlen wurde. Der Mann sei laut der Zeugin in den 1970er Jahren in die USA zurückgekehrt.
TÜV-Plakette als erster Hinweis
Wie das Auto in die Donau gelang, ist aber weiter unklar. Ein Angler hatte den Opel Manta am letzten Mai-Wochenende zufällig mit einem Echolot bei Elchingen in rund fünf Metern Tiefe entdeckt. Das THW Neu-Ulm fischte das Wrack dann in einer mehr als sechs Stunden langen Aktion aus der Donau. Nicht einmal die Farbe des Wagens war mehr zu erkennen. Einzig die TÜV-Plakette gab einen Hinweis darauf, wie lange das Auto schon dort im Wasser gelegen haben musste: Die nächste Hauptuntersuchung wäre im Juni 1974 fällig gewesen.
Da auch das Autokennzeichen bei der Halter-Suche nicht half, fragte die Neu-Ulmer Polizei im Ulmer Stadtarchiv, ob in dessen Zeitungsarchiven etwas zu finden ist über einen gestohlenen Manta oder gar ein Verbrechen. Anschließend sollte er zur Fundsache werden und am Ende, wenn sich der rechtmäßige Eigentümer nicht meldet, an den Finder übergehen, also an den Angler, der den Manta geortet hat.
Bis zur endgültigen Klärung der Eigentumsverhältnisse werde der Manta sicher untergestellt, teilt die Polizei weiter mit und ergänzt: „Dieser außergewöhnliche Fund zeigt, dass auch Jahrzehnte alte Fälle durch Hinweise aus der Bevölkerung neue Erkenntnisse bringen können.“
