SWP+SWP+Neugestaltung des Stadtzentrums
: Drei neue Gebäude für Sendens Mitte

Wohnungen, Arztpraxen, Büros, Tagespflege, Bäcker-Café. Was für die „Lebendige Mitte“ in Senden geplant ist.
Von
Sonja Fiedler-Tresp
Senden
Jetzt in der App anhören
Senden, Stadtmitte, Innenstadt, Umgestaltung, Baumreich kann der Platz vor dem Bürgerhaus heute nicht gerade bezeichnet werden.

Das Areal rund um das Bürgerhaus in Senden soll lebendiger werden.

Sonja Fiedler
  • Senden plant den Umbau des Areals zwischen Harderstraße und Hauptstraße.
  • Abriss von drei Gebäuden startet Anfang des nächsten Jahres – danach Hochbau.
  • Sparkasse baut am Marktplatzrand: Filiale im Erdgeschoss, oben 25 Wohnungen.
  • SWSG errichtet zwei Häuser: Stadtbücherei, 40 Wohnungen und Flächen für Praxen und Café.
  • Gebäudehöhe der SWSG soll sich an der Raiffeisenbank orientieren, Tiefgarage wird erweitert.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Schon seit 2022 ist in Senden die Neugestaltung des Stadtzentrums rund um das Bürgerhaus geplant. Anfang des nächsten Jahres soll es nun losgehen mit dem Abriss von insgesamt drei Gebäuden und anschließenden Tief- und Hochbauarbeiten. Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss wurde über den aktuellen Planungsstand informiert.

Neu gestaltet wird die gesamte Fläche zwischen Harderstraße und Hauptstraße und zwischen Bürgerhaus und dem Lokal Delphi. Dies sei ursprünglich anders gewesen, da um ein bestehendes Wohnhaus auf dem Areal herumgeplant werden musste, sagte Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf. Die entsprechende Fläche stehe aber mittlerweile zur Verfügung, die Stadt habe das Grundstück erworben.

Auch Wohnungen sollen entstehen

Ebenfalls geändert haben sich auch die Zuständigkeiten. Ursprünglich wollte die Sparkasse Neu-Ulm Illertissen zwei Neubauten an der Hauptstraße errichten. Eins davon – ein Wohn- und Geschäftshaus an der Stelle des heutigen Sparkassengebäudes – baut jetzt die städtische Wohnungs- und Städtebaugesellschaft SWSG, zusätzlich zum ohnehin geplanten Neubau an der Harderstraße.

Das neue Sparkassengebäude, das direkt am östlichen Marktplatzrand liegen wird, soll als Hochbau mit sieben Stockwerken und flacheren Gebäudeteilen von bis zu fünf Stockwerken entstehen. Anders als in früheren Entwürfen jedoch ohne Dachgärten und andere grüne Elemente. „Wir haben um das Thema gerungen“, sagte Schäfer-Rudolf. Aber die alte Version würde nicht umgesetzt. Sie merkte an, dass die Stadt froh sein könne, in der heutigen Zeit ein derartiges Projekt mit einem Investor realisieren zu können. „Das ist nicht mehr selbstverständlich, solche Projekte sterben gerade überall.“ Im Sparkassengebäude sollen neben der Filiale im Erdgeschoss mit Eingang an der Ecke auch 25 Wohneinheiten in den oberen Etagen entstehen, sagte Ulrike Gallo von der Verwaltung. Anders als ursprünglich angedacht seien in dem Gebäude aber keine Gewerbeflächen – also auch kein Café – eingeplant.

Ulm & Neu-Ulm

Alles Wichtige aus Ulm und Neu-Ulm.

Zum Whatsapp Kanal

So hoch wie Bankgebäude

Das SWS-Gebäude an der Harderstraße soll die neue Heimat der Stadtbücherei werden, auch 16 Wohnungen seien hier geplant, Raum gebe es zudem etwa für Arztpraxen, Büros, Tagespflege oder ein Bäcker-Café, sagte SWSG-Geschäftsführer Sebastian Stiegler. Entsprechende Gespräche würden gerade geführt. „Wir wollen den Marktplatz richtig planen, keine Stückelei.“ Für das Gebäude an der Hauptstraße seien Gewerbeflächen im Erdgeschoss und 24 Wohnungen geplant. Zwischen den beiden Gebäuden sei ein trichterförmiger Durchlass vorgesehen. Diskussionen im Stadtrat gab es darüber, ob die beiden SWSG-Gebäude vier oder fünf Stockwerke erhalten oder als Staffelgebäude geplant werden sollen. „Wir wollen fünf Vollgeschosse am südlichen Gebäude, das passt städtebaulich und ist wirtschaftlich“, sagte Stiegler. Dieser Meinung war nicht jeder. „Vorne vier Geschosse, eventuell gestaffelt“, forderte Edwin Petruch (FW). Peter Ehrenberg (Grüne) sagte, dort würden „drei Klötze“ entstehen, das komme ihm nicht sehr lebendig vor. Er habe die Planungen insgesamt schon immer abgelehnt. Theo Walder (CSU) stellte den Antrag, dass sich die beiden Neubauten der SWSG an der tatsächlichen Gebäudehöhe der Raiffeisenbank orientieren und nicht an der Geschossigkeit. Die Gebäude sollten nicht höher sein als die Gebäudehöhe der Raiffeisenbank. Hiermit setzte er sich bei der anschließenden Abstimmung durch.

Für verzichtbar hielten die Ausschussmitglieder den bestehenden Kiosk auf dem Marktplatz. Dieser muss nun nicht zwangsläufig mitgeplant werden. Ob die Toilette am aktuellen Ort saniert oder an anderer Stelle neu eingerichtet wird, ist noch offen. „Wir können verschiedene Vorschläge machen“, sagte Schäfer-Rudolf. Verlegt wird auf jeden Fall die Treppe zur Tiefgarage, der Aufzug hingegen bleibt. Die Hinweise des Gremiums fließen nun in die Überarbeitung des Bebauungsplans ein.

Mehr Parkplätze in Sicht

Die Sparkasse plant 30 KFZ-Stellplätze, davon 26 in der Tiefgarage. Die SWSG stellt 57 Tiefgaragen-Parkplätze bereit. Seit Änderung der Stellplatzsatzung für den Innenstadtbereich im Juli fällt die benötigte Zahl geringer aus als zuvor. Die bestehende Tiefgarage wird durch einen zweiten Bau erweitert. Auch insgesamt über 100 Fahrradstellplätze sind geplant.