Naturschutz: Darum weiden Wasserbüffel bald in Illerberg

Wasenlöcher statt Borneo: Wasserbüffel lassen sich bald auch in Illerberg beobachten.
© serejkakovalev/adobe.stock.com- Drei Wasserbüffel-Kühe weiden ab Mitte März im Naturschutzgebiet Wasenlöcher.
- Sie verhindern die Ausbreitung von Schilf auf den nassen Wiesen.
- Das Projekt umfasst 8,5 Hektar und wird von einem örtlichen Landwirt betreut.
- Die Büffel kommen aus dem Leipheimer Moos und sind an das Klima gewöhnt.
- Stadt Vöhringen, Landkreis Neu-Ulm und Landesbund für Vogelschutz sind beteiligt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel: Diese illustre Auswahl ist gemeinhin auch als die „Big Five“ bekannt. Die Bezeichnung wurde ursprünglich von Großwildjägern geprägt, die diese Tiere als die schwersten und schwierigsten zum Jagen betrachteten. Heute wird der Begriff jedoch vor allem in Bezug auf Safari-Tourismus verwendet, wobei viele Touristen darauf abzielen, alle fünf Tiere während ihrer Safari zu beobachten. Geschossen werden dabei in aller Regel nur noch Fotos. Gut so.
Wer nun selbst Lust verspürt, exotische Fauna in freier Wildbahn zu erleben, der muss bald nicht mehr viele Flugstunden weit in die Serengeti oder nach Borneo reisen. Es reicht ein kurzer Trip nach Illerberg im Landkreis Neu-Ulm. Genauer: ins Naturschutzgebiet Wasenlöcher. Ab Mitte März werden dort drei Wasserbüffel-Kühe weiden.
Ausbreitung von Schilf verhindern
Die Wasserbüffel, sonst in Asien heimisch, sollen auf den nassen Wiesen die Ausbreitung des Schilfes verhindern und dieses mittelfristig zurückdrängen. Wasserbüffel lieben es, Suhlen zum Baden anzulegen, welche sie im Sommer ausgiebig zur Abkühlung aufsuchen, heißt es in einer Mitteilung. Offene Flächen und Kleingewässer dienen anderen Wasenlöcher-Bewohnern als Lebensraum, wie zum Beispiel Amphibien, Libellen und Bodenbrütern.
Das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Vöhringen zusammen mit dem Landkreis Neu-Ulm und dem Landesbund für Vogelschutz umfasst eine rund 8,5 Hektar große Fläche. Es wurde mit einem örtlichen Landwirt ein Partner gefunden, der sich aus persönlichem Interesse um die Tiere kümmern wird.
Wasserbüffel kommen aus dem Leipheimer Moos
Wertvolle Erfahrungen und Unterstützung wurde dabei von der Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos Leipheim, eingebracht. Die ersten Vöhringer Wasserbüffel stammen aus dem Leipheimer Moos und sind das hiesige Klima sowie nasse Wiesen gewohnt.
