Müllabfuhr im Kreis Neu-Ulm
: Nach Auslieferungsproblemen sollen bald alle neuen Abfalltonnen da sein

Nach einem holprigen Start steht die Auslieferung der neuen Tonnen wohl absehbar vor dem Abschluss. Darum ist es wichtig, dass die Tonnen am Abfuhrtag pünktlich an der Straße stehen.
Von
Stefan Czernin
Kreis Neu-Ulm
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AWB Mülltonnen Holzheim

Auf diese Tonnen warten etliche Bürgerinnen und Bürger immer noch. Aber jetzt soll die Warterei bald ein Ende haben.

Patrick Fauß
  • Auslieferung neuer Tonnen im Kreis Neu-Ulm steht vor dem Abschluss.
  • Ende Januar: 1746 Erstbestellungen offen, 60 % davon Biotonnen.
  • Illertissen fehlen 600 Behälter, Weißenhorn 511; Abschluss bis Ende des Monats.
  • Tonnen bis 6 Uhr bereitstellen; Touren schneller, oft nur volle Tonnen draußen.
  • Abfall-App verzögert sich; Kritik an Tonnenqualität wird an Hersteller weitergegeben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei der Rückübertragung der Müllabfuhr auf den Landkreis Neu-Ulm klemmte es an einigen Stellen. Seit Anfang des Jahres ist der Kreis für die Abfuhr in elf Städten und Gemeinden zuständig. Manuel Korn aus Roggenburg sammelt immer noch Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen die neue Gebührensatzung, die er als ungerecht empfindet. Rund 3000 Unterschriften hat der Roggenburger Bürgermeisterkandidat inzwischen zusammen. Und auch bei der Auslieferung der neuen Tonnen holperte es gehörig.

Nun scheint zumindest die Auslieferung absehbar abgeschlossen zu sein. Stand Ende Januar waren noch 1746 Erstbestellungen offen, berichtete Thomas Moritz, Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises, im Werksausschuss. Den Großteil der noch offenen Aufträge machten mit rund 60 Prozent Biotonnen aus. In der Stadt Illertissen fehlen demnach noch 600 Behälter, in der Stadt Weißenhorn sind es 511.

Bis Ende des Monats sollen alle Tonnen ausgeliefert werden, die bis zum 15. Februar bestellt worden waren. „Aktuell bekommen wir pro Woche auch noch 100 neue Behälterbestellungen“, erläuterte Moritz. Zudem tauscht der AWB Tonnen aus, die zu klein oder zu groß angefordert wurden. Moritz geht davon aus, „dass wir Ende März auf einem aktuellen Stand sind.“

Schnellere Touren der Müllautos

Er wies zudem darauf hin, dass die Mülltonnen am Abfuhrtag bis spätestens 6 Uhr morgens bereitstehen sollten. Weil in der neuen Gebührensatzung die Anzahl der Leerungen berücksichtigt wird, werden vermehrt nur noch volle Tonnen an die Straße gestellt. In der Folge laufen die Touren der beauftragten Entsorgungsfirma Knittel schneller ab.

Jürgen Bischof (FW) berichtete, dass die Leute in den Weißenhorner Ortsteilen ihre Sammelstellen für Grüngut vermissen. Die Plätze seien nicht geeignet, weil dort nicht nur Grüngut gesammelt worden sei, entgegnete Moritz. Stattdessen biete der AWB nun zwei Mal im Jahr - im Frühjahr und im Herbst - eine Grüngutabfuhr direkt von der Haustür aus an. Zudem sei der AWB „für elf Kommunen im Landkreis zuständig“, gab Moritz zu bedenken. „Andere wollen das dann auch.“

Die Abfall-App, in der Bürger unter anderem die bereits erfolgten Leerungen nachvollziehen können, wird sich verzögern. Das erklärte Moritz auf Anfrage von Franz Josef Niebling (CSU). Einen konkreten Termin konnte Moritz nicht nennen, er wartet auf Rückmeldung der Entwicklerfirma. Jutta Kempter (FW) sagte, dass sich Leute bei ihr über die schlechte Qualität der Mülltonnen beschwert hatten. Moritz will diese Kritik an den Hersteller weitergeben.