Manipuliert und viel zu schnell
: Polizei zieht in Neu-Ulm frisierte E-Scooter aus dem Verkehr

Die Polizei stoppt in Neu-Ulm mehrere manipulierte E-Scooter. Die Jugendlichen fuhren teils ohne Versicherung und mit viel zu hoher Geschwindigkeit. Jetzt drohen Strafen.
Von
red
Neu-Ulm
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E-Scooter: ARCHIV - 17.04.2024, Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Ein Fahrer eines E-Scooters. (Symbolbild) (zu dpa: «WHO: Viele Kinder und Jugendliche bewegen sich kaum») Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Neu-Ulm hat die Polizei mehrere E-Scooter gestoppt: Alle Fahrzeuge waren maniipuliert.

Jens Büttner/dpa
  • Polizei stoppte in Neu-Ulm mehrere E-Scooter mit illegalen Manipulationen.
  • Fahrer fuhren teils ohne Versicherungsschutz und deutlich zu schnell.
  • Ein Jugendlicher gab Chip-Tuning auf 40 km/h zu – ein anderer E-Scooter schaffte über 60 km/h.
  • Per App freigeschaltete Begrenzung: Messung ergab knapp unter 40 km/h statt erlaubter 20 km/h.
  • Scooter wurden sichergestellt, Jugendlichen drohen Verfahren; Eltern können mitbetroffen sein.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Bei Kontrollen in Neu-Ulm hat die Polizei am Mittwoch gleich mehrere E-Scooter-Fahrer im  Stadtgebiet gestoppt, weil sie teilweise mit massiv überhöhter Geschwindigkeit und ohne den erforderlichen Versicherungsschutz unterwegs waren. In allen Fällen stellen die Beamten fest, dass die Fahrzeug technisch manipuliert worden waren.

Der erste Jugendliche befand sich zusammen mit einem Mitfahrer auf seinem E-Scooter. Als der Fahrer die Polizisten bemerkte, warf er das Fahrzeug beiseite und versuchte, zu Fuß zu flüchten. Die Polizisten konnten den Fluchtversuch jedoch umgehend unterbinden. Bei der anschließenden Kontrolle gab der Jugendliche zu, dass der E-Scooter durch einen verbauten Chip getunt wurde und eine Geschwindigkeit von etwa 40 km/h erreicht.

Manipulierter E-Scooter mehr als 60 km/h schnell

Besonders gefährlich war die Fahrt eines 13-Jährigen, den die Polizei im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle anhielt. Der Junge war zusammen mit seinem 10-jährigen Bruder auf dem E-Scooter unterwegs. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von über 60 km/h erreichte.

Ein weiterer E-Scooter-Fahrer wurde von einer Streifenbesatzung gestoppt. Der Fahrer räumte gegenüber den Beamten ein, die Software des Rollers manipuliert und die Geschwindigkeitsbegrenzung per Smartphone-App freigeschaltet zu haben. Seiner Aussage nach sollte das Fahrzeug dadurch rund 45 km/h laufen. Auf dem Rollenprüfstand der Polizeiinspektion Neu-Ulm wurde der E-Scooter vermessen: Nach Toleranzabzug verblieb eine Geschwindigkeit von knapp unter 40 km/h – fast das Doppelte der erlaubten 20 km/h für Elektrokleinstfahrzeuge.

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Jungen Fahrern oder Eltern drohen Strafen

Sämtliche junge Fahrer wurden an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Die E-Scooter bleiben bis auf weiteres sichergestellt. Nachdem durch das Tuning mittels Software, Apps oder Chips die Betriebserlaubnis der E-Scooter erlischt und die Fahrzeuge für die so erzielten Geschwindigkeiten weder baulich ausgelegt noch versichert sind, drohen den Fahrern und bei Minderjährigen unter Umständen den Haltern oder Erziehungsberechtigten empfindliche Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Ermächtigens als Halter zum Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz.