Männerseelsorge im Kreis Neu-Ulm
: Bogenschießen und reden

Ein Mann zu sein, ist kompliziert geworden. Umso wichtiger ist der Austausch untereinander. Die Männerseelsorge lädt zum „meditativen Bogenschießen“ am 6. Juni in Pfaffenhofen ein.
Von
Stefan Czernin
Pfaffenhofen
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BEACHTEN: NPG_Standardlizenz, Mann hält gespannten Bogen in den Händen, im Hintergrund eine Schießscheibe, Download am 26.5.2026, Bildnr.: 1473250216, Foto:

Anspannen und loslassen: Auf der Bogenschießanlage in Pfaffenhofen können Männer sich beim Bogenschießen untereinander austauschen  (Symbolfoto).

Cheewynn/stock.adobe.com
  • Männerseelsorge lädt zum „meditativen Bogenschießen“ in Pfaffenhofen ein.
  • Termin: Samstag, 6. Juni, 9 bis 12 Uhr – Ort: Bogensportanlage An der Halde 9.
  • Ziel ist Austausch, Entspannung und „inneres Loslassen“, nicht der Wettkampf.
  • Männerseelsorger Franz Snehotta leitet, Übungsleiter unterstützen die Teilnehmer.
  • Anmeldung über maennerleben.org, die Teilnahme kostet 20 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wann ist ein Mann ein Mann? Diese Frage stellte Herbert Grönemeyer in seinem Kulthit „Männer“ schon im Jahr 1984. Die Antwort auf diese Frage ist 2026 sicherlich nicht einfacher geworden. Zumal der „alte, weiße Mann“ gefühlt als einzige gesellschaftliche Gruppe verblieben ist, auf die man noch ungestraft draufhauen darf. Die alten Rollenbilder taugen nur noch bedingt. Männer sollen heutzutage irgendwie alles sein. Immer noch männlich und stark, aber bitte nicht zu sehr. Dazu sensibel und natürlich einfühlsam.

Schon Grönemeyer kam in seinem Song zu disparaten Befunden: „Männer sind furchtbar stark“, heißt es darin. Aber auch: „Männer weinen heimlich.“ Es ist kompliziert geworden.

75 Jahre in der Männerseelsorge engagiert

Das katholische Bistum Augsburg, das auch für den Landkreis Neu-Ulm zuständig ist, hat das schon viel früher erkannt. In diesem Jahr steht ein Jubiläum an, seit 75 Jahren kümmert sich das Bistum auch ganz gezielt um die Männerseelsorge. Anfangs noch unter anderen Vorzeichen: „Da ging es mehr darum, den Männern zusätzliches Rüstzeug für den Beruf mitzugeben“, sagt Gerhard Kahl, Leiter der Männerseelsorge. Das hat sich inzwischen gewandelt. „Das klassische Männerbild bröckelt.“ Sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Und das kann verunsichern.

Damit Männer untereinander ins Gespräch kommen können, macht die Männerseelsorge immer wieder Angebote für gemeinsame Unternehmungen. Pilgern gehört dazu oder auch Floßfahrten. Am Samstag, 6. Juni, ist es im Landkreis Neu-Ulm wieder soweit. Dann steht in Pfaffenhofen von 9 Uhr bis 12 Uhr auf der Bogensportanlage An der Halde 9 ein „meditatives Bogenschießen“ mit Männerseelsorger Franz Snehotta an. Mit dabei sind auch Übungsleiter der Bogenschützen, damit nichts schiefgeht. Wer mitmachen will, kann sich auf der Webseite maennerleben.org anmelden; die Teilnahme kostet 20 Euro. Dabei steht weniger der sportliche Wettkampf im Vordergrund als der gegenseitige Austausch, die Entspannung sowie das „innere Loslassen“.

Die Männerseelsorge bietet in Pfaffenhofen wieder ein meditatives Bogenschießen an.

Die Männerseelsorge bietet in Pfaffenhofen wieder ein meditatives Bogenschießen an.

Franz Snehotta