Leser-Aufruf SWP
: Urlaubsplanung, Lebensfragen und Co.: Wie nutzen Sie KI im Alltag?

Chatbots wie ChatGPT sind einfach zu bedienen und geben in Sekundenschnelle Antworten auf drängende Alltagsfragen. Erzählen Sie uns Ihre Erfahrungen und Geschichten mit KI.
Von
Amelie Schröer
Ulm, Neu-Ulm
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ChatGPT-App auf dem Smartphone: ILLUSTRATION - Chatbots wie ChatGPT werden im Alltag zunehmen genutzt - und können auch im Berufsleben Zeitersparnis bringen. (zu dpa: «7 Ideen: Wann uns Chatbots im Joballtag helfen können») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

ChatGPT gehört für viele Menschen inzwischen zum Alltag dazu.

Christin Klose/dpa-tmn/dpa
  • Leseraufruf: Die Redaktion sucht Berichte zur KI-Nutzung im Alltag – Erfolge und Pannen.
  • ChatGPT liefert schnelle Antworten und Ideen, etwa für Aktivitäten rund um Ulm und Neu-Ulm.
  • Beispiele: Blautopf besuchen, an der Donau radeln, schwäbisch essen im Biergarten.
  • Der Chatbot betont Grenzen: Antworten können Fehler enthalten, Gespräche können absurd sein.
  • Kontakt für Einsendungen: regionalredaktion@swp.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

ChatGPT kann erstaunlich viel. Er kann E-Mails verfassen, Rezepttipps geben, er spielt Steuerberater und hilft bei Liebeskummer. Kurzum: Er unterstützt bei allen möglichen mehr oder weniger sinnstiftenden (oder auch sinnlosen) Lebensfragen. Davon ist der Chatbot von OpenAI auch selbst überzeugt. Auf die Frage „Worüber kann ich mit dir reden?“ antwortet ChatGPT: „Mit mir kannst du über fast alles reden — genau das macht’s eigentlich interessant.“

Ja, zugegeben: Antworten von KI sind immer mit Vorsicht zu genießen und haben keine Gewährleistung auf Richtigkeit. Fehler passieren ChatGPT, Gemini und Co. immer noch. Aber genutzt werden sie dennoch immer mehr. Setzen wir das Gespräch mit „Chatti“ also mal sachte fort. „Was kann ich am Wochenende in der Region rund um Ulm und Neu-Ulm unternehmen?“ – „Rund um Ulm und Neu-Ulm kann man überraschend viel machen.“ Klingt gut. Und was genau? Kurzes Warten. Was folgt, ist eine Auflistung aus elf möglichen Aktivitäten. Ein Besuch am Blautopf. Fahrradfahren an der Donau. Spätzle essen im Biergarten – das nur ein paar Beispiele. Nicht schlecht. Ja, zugegebenermaßen, für Einheimische ist keine große Überraschung dabei, aber darauf aufbauen lässt sich allemal. Und schneller als Google ist die Suche auf diesem Weg sowieso.

Zwischen Realität und Absurdität

„Chatti“ scheinen Fragen wie diese zu gefallen, „weil sie sehr menschlich sind.“ Ist ja super – er ist glücklich, ich bin glücklich. Aber da geht noch mehr. Was ist mit offeneren Fragen? Sowas wie: „Was macht die Menschen um Ulm und Neu-Ulm besonders glücklich?“ Die mag „Chatti“ nach eigener Auskunft ganz besonders gerne. Nicht, weil es darauf perfekte Antworten gäbe, sondern weil daraus echte Gespräche entstünden. Und was ist nun seine Antwort darauf? „Die Menschen würden wahrscheinlich gar nicht sagen, dass es die eine Sache gibt. Eher viele kleine Dinge.“ Na danke. Immerhin ein paar Beispiele liefert der Chatbot mit: Abends an der Donau hocken, die Nähe zwischen Stadt und Land, das schwäbische Essen und, und, und. Ja, auch das sind keine Binsenweisheiten.

Und wie schaut's in Sachen Absurdität aus? Auch skurrile Gespräche führt „Chatti“ gelegentlich, sagt er. Und das sogar gerne, weil sie etwas Kreatives mit sich bringen. Bleiben wir an der Stelle mal bei schwäbischen Spezialitäten. Auf die Frage „Wie lange würde es dauern, das Ulmer Münster komplett aus Käsespätzle nachzubauen?“ gibt ChatGPT zu: Fragen wie diese „sind komplett unsinnig“, und doch liege zwischen solchen und den ernsten oft nur ein einziger Chatverlauf.

Schicken Sie uns Ihre Erfahrungen!

Und wie schaut es bei Ihnen aus? Wie nutzen Sie Künstliche Intelligenz im Alltag? Für eine Serie suchen wir Leserinnen und Leser, die uns von ihren Erlebnissen berichten – erfolgreich oder auch nicht so erfolgreich. Lehrreich oder belustigend. Auch Fauxpas sind natürlich willkommen. Schreiben Sie uns einfach an regionalredaktion@swp.de

Und wenn Sie wissen wollen, wie viele Portionen Kässpätzle es nun für den Münster-Nachbau braucht: Fragen Sie ChatGPT doch mal selbst. Er kann ja bekanntlich viel – auch rechnen. Nachrechnen natürlich nicht ausgeschlossen.