Kunst oder Sachbeschädigung?
: Graffitis kosten Bayern rund sieben Millionen Euro

Überall sind sie zu finden: Graffitis. Die unerlaubte Kunst hat den Freistaat Bayern im vergangenen Jahr eine ordentliche Summe gekostet.
Von
Valerie Zöllner
Neu-Ulm
Jetzt in der App anhören
  • Illegale Sachbeschädigung oder...

    Illegale Sachbeschädigung oder...

    Martin Schutt/dpa
  • legale Straßenkunst?

    legale Straßenkunst?

    Michael Helbig
1 / 2

Sieben Millionen Euro für die Entfernung von Farbe, das ist sehr viel Geld. Jedoch lag die Schadenssumme von 2023 immerhin etwa eine halbe Million Euro unter dem Wert von 2022. Das teilte das bayerische Innenministerium mit. Auch die Zahl der Sachbeschädigungen durch Graffitis sei in Bayern im Vorjahresvergleich rückläufig gewesen, so die bayerische Polizei.

Tipps gegen Graffitis vom bayerischen Innenministerium

Damit die Immobilienbesitzer nicht so viel Geld für die Erhaltung ihrer weißen Wände bezahlen müssen, rät das bayerische Innenministerium Folgendes zum Schutz: „Als mögliche Maßnahmen wird hier zu einer guten Ausleuchtung in Verbindung mit Bewegungsmeldern oder auch Videoüberwachung geraten.“ Zusätzlich empfehle man die Begrünung von Fassaden, unebene Putzoberflächen oder auch „von vorneherein farbenfrohe Wände, um die Flächen für Sprayer uninteressant zu machen“. So sei in diesem Zusammenhang auch eine möglichst schnelle Beseitigung der Graffitis wichtig, um keine „Galeriebereiche“ für Sprayer zu schaffen.

Laut dem Strafgesetzbuch ist das Aufsprühen von Graffitis eine Sachbeschädigung. Denn damit wird eine fremde Sache beschädigt oder zerstört. Das gilt im Übrigen auch, wenn unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nur vorübergehend verändert wird.

Auch die Kommunen in Baden–Württemberg haben mit Graffitis zu kämpfen. Wie Tübingens Oberbürgermeister Sprayern das Handwerk legen will, das lesen Sie hier.

Mit Informationen der dpa