Rezepte gefälscht
: Zwei Jugendliche unter Verdacht

Auf starke Schmerzmittel hatten es zwei Mädchen in Senden abgesehen, gegen die nun mehrere Ermittlungsverfahren laufen.
Von
Markus Fröse
Senden
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Dosierungsangabe auf Rezept: Die Arzneimitteltherapie wird durch die Beratung in der Apotheke sicherer. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7002 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis. Foto: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerver/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände/obs

Die aufmerksame Angestellte einer Ulmer Apotheke ist zwei Rezeptfälscherinnen auf die Schliche gekommen (Symbolbild).

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände/obs/dpa

Sehr genau hingeschaut hat die Angestellte einer Apotheke in Ulm, als sie in der vergangenen Woche ein Rezept in die Hände bekam. Die Frau rief deshalb laut Polizeiangaben zunächst in einer Arztpraxis in Senden an. Sie teilte dort ihren Verdacht mit, dass ein Rezept des Arztes mit gefälschter Unterschrift bei ihr abgegeben worden sei. Dieses Rezept umfasste untypisch hohe Mengen an starken Schmerzmitteln.

Arzt bestätigt Verdacht

Der Arzt, der auf dem Rezept als ausstellender Arzt angegeben ist, bestätigte den Verdacht der Apothekenmitarbeiterin. Demnach soll eine bis vor kurzem noch bei ihm angestellte 16-Jährige seit Dezember in regelmäßigen Abständen Rezepte auf eine Vielzahl von Patienten ausgestellt haben. Diese gefälschten ärztlichen Verordnungen habe eine ebenfalls jugendliche Mittäterin in verschiedenen Apotheken im Umkreis abgegeben. In den Apotheken gab sich die Mittäterin als Enkelin der auf dem Rezept angegeben Patienten aus, so die Polizei weiter.

Nach umfangreichen Ermittlungen überführt

Nach umfangreichen Ermittlungen im Zusammenspiel der Polizeistation Senden und des Polizeireviers Ulm-West konnte die Polizei die beiden Tatverdächtigen nach Durchsuchungsmaßnahmen überführen. Bei den Durchsuchungen fand die Polizei eine Vielzahl weiterer Beweismittel auf und stellte diese sicher. Gegen beide Mädchen laufen nun mehrere Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung, Betruges sowie wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz.