Krähenplage in Vöhringen: Stadt darf Saatkrähennester an Spielplatz entfernen

Saatkrähen sind im Vöhringer Stadtgebiet zu einem Problem geworden (Symbolfoto).
Volkmar Könneke- Vöhringen darf Saatkrähennester am Spielplatz Blumenstraße entfernen.
- Grundlage ist eine Ausnahmegenehmigung der Regierung von Schwaben.
- Beschwerden über Lärm und Verschmutzung gingen von Anwohnern ein.
- Die Erlaubnis gilt nur für den Spielplatz, nicht für Kirchen- oder Privatbäume.
- Entfernung soll gegen Ende März erfolgen – Dauerlösung ist es wohl nicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Vöhringen hat von der Regierung von Schwaben eine Ausnahmegenehmigung erhalten, um Saatkrähennester am Spielplatz an der Blumenstraße zu entfernen. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage von Stadtrat Roland Bader hervor, die im Hauptausschuss am 15. September vorgelegt wurde.
Anlass für die Anfrage waren zunehmende Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern aus dem Bereich Blumenstraße, Winterstraße, Bahnhofstraße und Kirchplatz sowie eine bei der Stadt eingereichte Unterschriftenliste. Die Betroffenen klagten vor allem über Lärm durch die Vögel sowie über Verschmutzungen auf dem Spielplatz.
Erlaubnis beschränkt sich auf Spielplatzbereich
Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit der für das Wildtiermanagement zuständigen Regierung von Schwaben zeigte sich, dass die Brutplätze der Saatkrähen nicht nur auf städtischen Flächen liegen, sondern auch auf Bäumen im Eigentum der Kirche sowie auf privaten Grundstücken. Im Anschluss beantragte die Stadt eine Ausnahmegenehmigung zur Entfernung der Nester.
Die inzwischen erteilte Genehmigung bezieht sich ausdrücklich nur auf den Spielplatzbereich an der Blumenstraße – Bäume auf kirchlichem oder privatem Grund sind davon nicht erfasst. Aus Sicht der Verwaltung sollte die Entfernung der Nester möglichst gegen Ende März erfolgen: Geschieht sie zu früh im zulässigen Zeitraum, besteht die Gefahr, dass die Saatkrähen ihre Nester noch vor Beginn der eigentlichen Brutzeit erneut aufbauen – mit der Folge zusätzlicher Einsätze und Kosten.
Nicht unbedingt eine Dauerlösung
Die Verwaltung weist zugleich darauf hin, dass das Problem damit nicht dauerhaft gelöst sein dürfte: Sollten die Krähen unmittelbar nach Ablauf der Vergrämungsfrist erneut aktiv werden, habe die Stadt möglicherweise keine weiteren unmittelbaren Handlungsmöglichkeiten.
Falkner, die zum Beispiel in Ulm und Neu-Ulm im Einsatz sind, um mit ihren Greifvögeln die Krähen zu vergrämen, seien auch keine Patentlösung. „Es besteht die Gefahr, dass die Kolonien zersplittern“, sagte Bürgermeister Michael Neher im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Problem werde so nur an andere Stellen verlagert.

