Kommunalwahl 2026: Warum die Vöhringer SPD auf Facebook und Co nach einem Bürgermeisterkandidaten sucht

Einfacher Sieg? Bislang hat nur Amtsinhaber Michael Neher erklärt, dass er bei der Bürgermeisterwahl in Vöhringen antritt.
Stefan Czernin- Die SPD Vöhringen sucht kurzfristig auf Facebook und anderen Plattformen einen Bürgermeisterkandidaten.
- Der Kandidat soll Amtsinhaber Michael Neher (CSU) bei der Kommunalwahl im März 2026 herausfordern.
- Voraussetzungen: Berufserfahrung in Führungsrollen, Verhandlungsgeschick, Freude im Umgang mit Menschen.
- Bewerbungsfrist endet am 15. Dezember, Wahlvorschlag muss bis 8. Januar eingereicht werden.
- Ex-Kandidat aus persönlichen Gründen abgesprungen; interne Kandidatur von Volker Barth ausgeschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bürgermeisterkandidat dringend gesucht! Die SPD Vöhringen sucht derzeit auf allen Kanälen nach einem Bürgermeisterkandidaten, der bei der Kommunalwahl im März 2026 Amtsinhaber Michael Neher von der CSU herausfordert. Unter anderem auf Facebook. Was muss der Bewerber oder die Bewerberin mitbringen? „Einschlägige Berufserfahrung in Führungspositionen, idealerweise im Verwaltungsbereich“ seien wünschenswert, heißt es auf der sozialen Plattform. Dazu unter anderem „gutes Verhandlungsgeschick“ und „Freude am Umgang mit Menschen“. Wer sich berufen fühlt, kann sich unter volker.barth@spd-voehringen.de melden.
Bewerbungsfrist bis 15. Dezember
Wie aber kommt es dazu, dass die Sozialdemokraten so kurzfristig öffentlich nach einem Kandidaten Ausschau halten? Die Bewerbungsfrist endet am 15. Dezember, spätestens am 8. Januar muss der Wahlvorschlag offiziell eingereicht sein. Davor muss noch das vorgeschriebene Prozedere abgehandelt werden, zum Beispiel eine Nominierungsveranstaltung.
„Wir hatten einen Kandidaten aus dem Landkreis, der super gepasst hätte, der politisch versiert und erfahren ist“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Barth. Nur leider habe dieser aus persönlichen Gründen wieder abgesagt. Und nun stehen die Genossen ohne Bewerber da.
Volker Barth hat auch selbst überlegt, gegen Michael Neher in den demokratischen Ring zu steigen. Er entschied sich jedoch dagegen, hauptsächlich aus beruflichen Gründen. Barth ist freigestellter Betriebsrat bei Wieland. Auch das ist ein Wahlamt. „Ich werde alle vier Jahre gewählt“, berichtet Barth. „Und die Wahlen finden gleichzeitig statt.“ Zugleich als Bürgermeister und als Betriebsrat zu kandidieren, hätte er als problematisch empfunden. Zumal bei Wieland einige Veränderungen anstehen, die er im Sinne der Belegschaft mitgestalten möchte.
Es gibt Zündstoff in der Stadt
Gereizt hätte ihn das Duell gegen Neher schon. „Es tut mir im Herzen weh, aber ich kann mich nicht zerreißen.“ Zumal in Vöhringen derzeit einige Themen unterwegs sind, die die Gemüter erhitzen: das Ärztehaus, die Moschee, die neue Rathausmitte und die alte Poliere. An Wahlkampfthemen mangelt es also nicht, es gibt Zündstoff in der Stadt.
„Ich wurde wirklich von vielen Leuten angesprochen, dass die SPD einen Gegenkandidaten stellen soll“, erklärt Barth. „Die Leute wollen wählen.“ Derzeit steht Amtsinhaber Neher noch ohne Herausforderer da.
