Verwirrter Mann am Allgäu Airport: 39-Jähriger wirft Polizisten Messer vor die Füße

Herumstehende, scheinbar herrenlose Koffer sorgen regelmäßig für Polizeieinsätze - zuletzt am Allgäu Airport bei Memmingen (Symbolbild am Flughafen in Düsseldorf). Dort war der verwirrte Besitzer schnell gefunden, doch er sorgte noch für mehr Aufregung.
Christoph Reichwein/dpa- Am 10. Oktober löst ein herrenloser Koffer am Allgäu Airport einen Polizeieinsatz aus.
- Der 39-jährige Besitzer lief orientierungslos umher und warf zwei Taschenmesser vor die Beamten.
- Ein Polizist zog seine Dienstwaffe, der Mann wurde überwältigt, gefesselt und durchsucht.
- Weitere verbotene Messer wurden gefunden, der Mann leistete Widerstand und trat nach Polizisten.
- Wegen seines Zustands kam er in eine Psychiatrie; mehrere Anzeigen, u. a. wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, folgen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Freitagabend, den 10. Oktober, hat es im Terminal des Allgäu Airports einen aufsehenerregenden Einsatz der Grenzpolizeiinspektion Memmingen-Flughafen gegeben. Gegen 19.45 Uhr waren deren Beamte zu einem offenbar herrenlosen Gepäckstück alarmiert worden. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, gehörte das Gepäckstück einem 39-jährigen Mann, welcher orientierungslos im Nahbereich des abgestellten Gepäcks umherlief.
Auf Ansprache durch die Polizeibeamten zog der deutsche Staatsangehörige zwei Taschenmesser aus seiner Hosentasche und warf diese den Beamten vor die Füße. Aufgrund der gefährlichen, unklaren Lage wurde durch einen Beamten die Dienstwaffe gezogen, der apathische Mann wurde „zu Boden dirigiert und im Anschluss gefesselt“, heißt es im Polizeibericht.
Mann tritt nach Polizisten
Bei der anschließenden Durchsuchung, bei welcher weitere, teils verbotene Messer aufgefunden werden konnten, wie auch beim Transport zur Dienststelle leistete der Mann noch Widerstand gegen die Maßnahmen und trat mit den Füßen nach den Beamten. Aufgrund seines „psychischen Zustands“ musste der Mann anschließend in der psychiatrischen Abteilung eines Bezirkskrankenhauses untergebracht werden. Ihn erwarten nun mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Waffengesetz.
Der Hintergrund: Nach früheren terroristischen Anschlägen werden Flughäfen in aller Welt mit höchster Wachsamkeit betrieben. Jedes verdächtige Objekt, das nicht eindeutig zuzuordnen ist, löst automatisch einen Alarm aus, um eine potenzielle Bedrohung frühzeitig zu erkennen. Dabei kann es sich etwa um Sprengstoff handeln, der in einem Koffer deponiert wird.

