Knall über Ulm und Neu-Ulm: Steckt eine Bundeswehr-Übung hinter dem Lärm?

Eurofighter sind nicht selten Ursprung der Knallgeräusche am Himmel. Symbilbild.
Foto: dpa- Zwei laute Überschallknalle erschreckten am Freitagvormittag Menschen in Ulm und Neu-Ulm.
- Die Knalle traten gegen 11:00 Uhr und 11:02 Uhr auf, Fensterscheiben wackelten.
- Vermutlich waren Bundeswehr-Übungen mit Kampfjets die Ursache der Geräusche.
- Überschallknalle entstehen, wenn Jets die Schallmauer bei ca. 1.200 km/h durchbrechen.
- Ob die Bundeswehr hinter den Knallen steckt, ist noch unklar – eine Anfrage blieb unbeantwortet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Freitagvormittag, noch träge den letzten Arbeitstag der Woche hinter sich bringen und dann – Bum! Gegen 11.00 Uhr und noch einmal um etwa 11.02 Uhr waren zwei laute Knallgeräusche über dem Himmel der Doppelstadt zu hören. Eine Ulmer Anwohnerin berichtete der Redaktion sogar von wackelnden Fensterscheiben. Spätestens jetzt dürften also die meisten Menschen in der Doppelstadt hellwach sein. Aber was steckte hinter dem Krach am Himmel?
Höchstwahrscheinlich handelte es sich bei dem lauten Donnern um Überschallknalle von Flugzeugen. Häufig kommt diese Art von Knallgeräusch bei Übungen der Luftwaffe der Bundeswehr vor. Auf ihrer Webseite erklärt die Bundeswehr, wie es zu Überschallknallen kommt: „Wenn ein Flugzeug schneller fliegt als der von ihm verursachte Schall, dann knallt es.“ Beim Fliegen eines Kampfjets wird demnach der Schall als Druckwelle vor dem Kampfjet hergeschoben. Die Schallwellen verdichten sich bei dem Vorgang zu einer Schallmauer. Wenn das Flugzeug dann auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt, das sind je nach Umgebung ca. 1.200 km/h, dann durchbricht der Kampfjet diese Schallmauer. „Hinter dem Flugzeug breitet sich trichterförmig eine Druckwelle aus Schall aus, die am Boden als lauter Knall wahrgenommen wird“, erklärt die Bundeswehr den Vorgang auf ihrer Webseite. Interessant: Der Pilot selbst könne das laute Geräusch gar nicht wahrnehmen, denn er selbst fliegt schneller, als der Schall. Häufig bleibt es nach Informationen der Bundeswehr aber nicht bei einem Knall. Denn sowohl an der Flugzeugnase, als auch das Flugzeugheck entsteht ein Schalltrichter. Zwei kurz hintereinander hörbare Knalle, wie beispielsweise am Freitag über Ulm und Neu-Ulm, könnten also auch durch ein und dasselbe Flugzeug verursacht worden sein.
Ob hinter den Knallen über Ulm und Neu-Ulm tatsächlich eine Übung der Bundeswehr steckt, ist aktuell noch nicht geklärt. Eine Anfrage der Redaktion diesbezüglich bei der Bundeswehr ist bisher unbeantwortet.

