Hobbysport in Weißenhorn
: Warum im September eine Meisterschaft im Eisstockschießen stattfindet

Am Samstag, 13.9., machen die Weißenhorner die besten Hobby-Eisstockschützen unter sich aus. ESC-Vereinsvorsitzender Johann Mayer erzählt, wie das im Sommer möglich ist.
Von
Stefan Czernin
Weißenhorn
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ZU BEACHTEN:NPG_Standardlizenz, Stocksport, Stöcke, Puck, Download am 11.9.2025 für Region Ulm, Bildnr.80417647

In Weißenhorn steht am Samstag die Stadtmeisterschaft in Eisstockschießen an (Symbolfoto).

Petra Reischl-Zehent/stock.adobe.com
  • Weißenhorn veranstaltet am 13. September Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen.
  • Turnier für Hobbymannschaften findet auf einer Asphaltbahn statt, nicht auf Eis.
  • 14 Teams aus Vereinen wie Feuerwehr, Alpenverein und Fußballclubs treten an.
  • Ziel: Eisstock näher zur Gummischeibe bringen; gegnerische Stöcke dürfen weggeschossen werden.
  • Eisstockschießen: Traditioneller Wintersport aus dem 16. Jahrhundert, heute mit festen Regeln.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mach's gut, Sommer! Die Lebkuchen haben mittlerweile wieder in den Supermärkten Einzug gehalten. Und auch in Weißenhorn gibt es am Wochenende die Gelegenheit, sich auf den nahenden Winter einzustellen. Der Eissportclub Weißenhorn lädt für Samstag, 13. September, zur Stadtmeisterschaft für Hobbymannschaften im Eisstockschießen ein, Beginn ist um 13 Uhr. Der Meldeschluss ist zwar schon vorbei, aber auch Zuschauerinnen und Zuschauer sind auf dem Vereinsgelände neben dem Weißenhorner Freibad willkommen.

Geschossen wird dabei aber nicht auf einer Eisbahn, sondern auf einer Asphaltbahn, erklärt ESC-Vorsitzender Johann Mayer. Es gilt, einen Eisstock näher an die 25 Meter entfernte Daube, eine Gummischeibe, heranzubringen als die gegnerische Mannschaft. Dabei ist es erlaubt, die Daube im Zielbereich zu verschieben. Und gegnerische Eisstöcke daraus herauszuschießen.

Jahrhundertealtes Sportvergnügen

Eisstockschießen hat seine Ursprünge in den Alpenregionen Europas, insbesondere in Deutschland und Österreich. Erste Darstellungen des Sports findet man bereits im 16. Jahrhundert auf Gemälden. Damals wie heute wurde Eisstockschießen vor allem im Winter auf zugefrorenen Seen gespielt. Ursprünglich war es ein volkstümliches Freizeitvergnügen, bei dem sich Dorfgemeinschaften im Wettkampf maßen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine anerkannte Sportart mit festen Regeln.

Anders als beim Curling gibt es beim Eisstockschießen keinen Wischer, der mit einem Schrubber die Eisbahn bearbeitet. Auf einer Asphaltbahn wäre das natürlich ohnehin sinnlos.

Viele Vereine aus der Stadt treten an

14 Mannschaften mit jeweils vier Mitgliedern haben sich angemeldet, berichtet Mayer. Am Start sind auch etliche städtische Vereine, etwa der Alpenverein, der Tennisclub, die Fußballer aus Weißenhorn und Grafertshofen sowie die Feuerwehr.

„Nur ein erfahrener Spieler darf pro Team dabei sein“, berichtet Mayer. So haben auch munter zusammengewürfelte Teams eine Chance. Ein gewisser Ehrgeiz ist bei der Stadtmeisterschaft nämlich durchaus vorhanden.