Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen
: Razzia auf Klinik-Baustelle in Memmingen

Acht Beschuldigte stehen unter anderem im Verdacht, Arbeitnehmer nicht richtig zur Sozialversicherung angemeldet zu haben. Der derzeit vermutete Versicherungsschaden beläuft sich auf rund 23 Millionen Euro.
Von
swp
Memmingen
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Razzia auf Klinik-Baustelle in Memmingen

Razzia auf der Klinik-Baustelle in Memmingen.

Allgäu Online Verlag
  • Großrazzia des Zolls: Verdacht auf 23 Mio. Euro hinterzogene Sozialbeiträge in der Baubranche.
  • Acht Beschuldigte sollen Arbeiter falsch gemeldet und Ausländer eingeschleust haben.
  • Durchsuchungen in Bayern und Baden-Württemberg, auch am Klinikum Memmingen.
  • 370 Kräfte im Einsatz, vier Festnahmen – rund 250.000 Euro Bargeld gesichert.
  • Fahrzeuge gepfändet, Beweise werden ausgewertet. Weitere Details bleiben offen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls hat am Dienstag (23.6.) mit einem Großaufgebot mehrere Objekte in Bayern und Baden-Württemberg durchsucht und dabei Geld im sechsstelligen Bereich sichergestellt. Grund dafür ist der Verdacht der Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen im Umfang von rund 23 Millionen Euro in der Baubranche, teilt das Hauptzollamt Augsburg mit. Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt.

Nach Informationen des Hauptzollamts Augsburg führt die Staatsanwaltschaft Augsburg derzeit Verfahren gegen acht Beschuldigte. Diese sollen Arbeitnehmer nicht oder nicht richtig zur Sozialversicherung angemeldet und Ausländer eingeschleust haben oder Beihilfe zu solchen Taten geleistet haben.

Beschuldigte agierten wohl als Bande

Etwa 370 Einsatzkräfte haben deswegen Baustellen, Geschäftsräume und Wohnungen in Bayern und Baden-Württemberg durchsucht und Beweise sichergestellt. Vier Personen wurden dabei festgenommen. Eine der Durchsuchungen fand auf der Baustelle des Klinikums Memmingen statt. Die konkreten Hintergründe dort sind bislang nicht bekannt.

Laut Hauptzollamt sollen sich die Beschuldigten als Bande zusammengeschlossen haben, um im Rahmen eines Werkvertragsverfahrens Arbeitnehmer aus einem Drittland unrechtmäßig nach Deutschland einzuschleusen. Der derzeit vermutete Sozialversicherungsschaden beläuft sich auf 23 Millionen Euro.

Bei den Durchsuchungen – neben Memmingen gab es unter anderem auch eine in Augsburg – wurde Bargeld in Höhe von etwa 250.000 Euro gesichert. Des Weiteren wurden mehrere Fahrzeuge gepfändet. Im Anschluss an die Durchsuchungen werden die Beweismittel durch die Einsatzkräfte ausgewertet. Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeitig keine weiteren Angaben gemacht werden, teilt das Hauptzollamt außerdem mit.