Sprengstoff-Attrappe
: Bombenalarm im Kreis Günzburg: Kumpel erlaubt sich schlechten Scherz

Wer solche Freunde hat, braucht die Polizei: Ein Mann aus dem Kreis Günzburg fürchtete wohl um sein Leben, als er an seiner Haustür ein Sprengsatz-ähnliches Konstrukt entdeckte. Das verdankt er einem Bekannten.
Von
Isabelle Jahn, lby
Krumbach
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Ein Polizeieinsatz würde in Krumbach im Kreis Günzburg ausgelöst, weil ein Anwohner eine lebensgefährlich wirkende Konstruktion an seiner Haustür fand. Wie sich herausstellte, hatte ein Bekannter eine Bomben-Attrappe gebastelt, um sich einen Spaß zu erlauben.

dpa, pixabay (Fotocollage)

Der Fall beschäftigte nicht nur das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, sondern auch das Landeskriminalamt (LKA) in München: Die Untersuchung der Einsatzkräfte konzentrierte sich auf eine seltsame Konstruktion aus einer Batterie und mehreren Drähten, die ein Anwohner in Krumbach (Landkreis Günzburg) an seiner Haustür entdeckte.

Der wohl um sein Leben fürchtende Mann alarmierte nach dem Fund am Samstagabend (29.07.23) sofort die Polizei. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um einen selbstgebauten Sprengsatz handeln könnte, wurde auch die Technische Sondergruppe des LKA aus der bayerischen Hauptstadt hinzugezogen, wie die Beamten am Sonntag berichteten. 

Polizeieinsatz in Krumbach: Kumpel baute „Bomben-Attrappe“

Das Ergebnis der Ermittlungen löste Erleichterung – zumindest bei dem Anwohner vermutlich aber auch eine gewisse Verärgerung – aus. Die Experten stellten nämlich fest, dass es sich um eine „Bomben-Attrappe“ handelte. Ein Bekannter des Mannes hatte sich den Angaben zufolge einen schlechten Scherz erlaubt und das furchteinflößende, aber völlig ungefährliche Objekt an der Tür des Hauses angebracht, um seinen Kumpel zu erschrecken. Das ist ihm offensichtlich gelungen, hat aber seinen Preis: Der schadenfrohe Bastler müsse mit einer Anzeige rechnen und möglicherweise auch für die Kosten des Einsatzes aufkommen, hieß es.