Haushalt in Illertissen: Jahr schließt besser ab als erwartet

Die Vöhlinhalle soll saniert werden.
Sonja Fiedler- Illertissen schließt das Haushaltsjahr 2025 besser ab als geplant – höhere Steuereinnahmen.
- Schlüsselzuweisung des Landes steigt 2026 auf 4,7 Mio. Euro.
- Große Investitionen geplant: 20 Mio. Euro für Ganztagsbetreuung, 7,9 Mio. Euro für Feuerwehrhaus-Umbau.
- Verschuldung der Stadt könnte bis 2029 auf 14,86 Mio. Euro steigen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bis der Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen wird, dauert es noch – dies soll erst nach der Kommunalwahl Anfang März geschehen. Schon jetzt aber gab der Kämmerer André Lassen einen Einblick in die finanzielle Lage und die Planungen der Stadt. So lägen etwa die Gesamteinnahmen durch alle Steuern 2025 um 1,11 Millionen Euro über dem Planansatz, allein die Gewerbesteuer sei rund 700.000 Euro höher ausgefallen. Insgesamt würde die Stadt das Haushaltsjahr 2025 wesentlich besser abschließen als geplant.
2026 steige die Schlüsselzuweisung – das ist vom Land zugeteiltes Geld zum Finanzausgleich – auf 4, 7 Millionen Euro an (vorher 2, 5 Millionen Euro). Ein Grund sei, dass hierfür die Steuerkraft zu Grunde gelegt wird, die eine Kommune zwei Jahre zuvor hatte. 2024 waren die Einnahmen aus Gewerbesteuern niedriger ausgefallen.
Auch mehr Ausgaben
Steigerungen gibt es aber auch auf der Ausgabenseite, etwa bei den Personalkosten. Allein im Kitabereich sei hier eine Erhöhung um 6,1 Prozent auf 15 Millionen Euro zu erwarten. Da viele städtische Gebäude undichte Flachdächer aufwiesen, kämen es auch im Gebäudeunterhalt zu steigenden Ausgaben.
Auf den Vermögenshaushalt könnten in den nächsten Jahren größere Investitionen zukommen: So seien – verteilt auf mehrere Jahre – 20 Millionen Euro für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen eingestellt, 7,9 Millionen Euro für den Umbau des Feuerwehrhauses, wobei hier eine höhere Förderung zu erwarten sei. Auch für die Sanierung der Vöhlinhalle (3,8 Millionen Euro) wolle man sich für ein Förderprogramm bewerben.
Weiter im Investitionsplans steht die Sanierung des Nautilla, wofür aber keine Förderung in Sicht sei. Start könnte 2028 sein, für 2029 sind im Haushalt zunächst einmal 8 Millionen Euro eingestellt. Sollte die Sanierung umgesetzt werden, könne die Verschuldung der Stadt bis ins Jahr 2029 auf 14,86 Millionen ansteigen – 2026 liegt sie bei 3,7 Millionen Euro und ist laut Prognose ohnehin steigend (2028: 9,1 Millionen Euro).
Schlossgarten umgestalten
Weitere vorgesehene größere Investitionen sind die Umgestaltung des Schlossgartens (2,4 Millionen Euro, hohe Förderung wird angenommen) sowie verschiedene Straßensanierungen, vor allem in den Ortsteilen. Hierbei gebe es jedoch noch Diskussionsbedarf, zum Beispiel, ob in Jedesheim gleich zwei Straßen saniert würden, sagte Bürgermeister Jürgen Eisen.
Schatten voraus wirft die Erschließung des Baywa-Areals, hier sollen Grundstücke verkauft werden – positive Nachrichten hierzu seien auf dem Neujahrsempfang der Stadt zu erwarten, kündigte Eisen an.
