Mord an 39-Jähriger in Günzburg: Tatverdächtiger schweigt weiter zu Vorwurf

Taucher der Bayerischen Bereitschatspolizei suchten auch einen Teil der Günz ab. ⇥
Michael HelbigNoch immer schweigt der 39-jährige Mann, der im Verdacht steht, am Sonntag, 28. Januar 2024, in seiner Wohnung in Günzburg eine Frau umgebracht zu haben. Der Tatverdächtige, der noch am Tattag festgenommen worden war, sitzt seither in Untersuchungshaft. Laut Thorsten Thamm, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Memmingen, „macht er weiterhin von seinem Recht Gebrauch, keine Angaben zur Sache machen zu müssen.“
Am Dienstag nach der Tat hatte die Kripo Neu-Ulm erste Details zu dem Fall bekannt gegeben. Zwischenzeitlich habe man das Opfer identifizieren können. Es handele sich um eine „aus dem benachbarten Ausland“ stammende, 39-jährige Frau. Laut Thamm stammt die Frau aus Polen. In welcher Beziehung die beiden Personen zueinander standen, sei noch Gegenstand der aktuellen Ermittlungen. Verheiratet waren sie laut Staatsanwaltschaft nicht. Auch zu den genauen Tatumständen könne man derzeit noch keine Angaben machen.
Die Polizei hatte bereits an dem Sonntag die Günzburger Innenstadt großflächig abgesucht – auch mithilfe einer Einsatzhundertschaft aus München. Im Bereich der Günz war von Tauchern der Bayerischen Bereitschaftspolizei nach Beweismitteln gesucht worden auch Diensthunde kamen zum Einsatz. Ob bei diesen Aktionen etwas gefunden worden ist, das für die weiteren Ermittlungen hilfreich sein könnte, ist Oberstaatsanwalt Thamm nicht bekannt.
Mutmaßlicher Täter wird psychologisch betreut
An dem Sonntagvormittag hatte eine Anruferin der Polizei-Einsatzzentrale eine suizidale, männliche Person mitgeteilt. Der Mann habe zudem geäußert, jemanden umgebracht zu haben.
Polizeikräfte hatten daraufhin in der Wohnung des 39-jährigen Mannes tatsächlich eine verstorbene Frau aufgefunden – die offenkundig getötet worden war. Der 39-jährige Tatverdächtige wurde wenig später im Zuge einer Großfahndung in Günzburg angetroffen und festgenommen. Wegen seines psychischen Ausnahmezustandes wurde er zudem psychologisch betreut.