Geldwäsche in Ulm und Neu-Ulm
: Fünf Männer im Verdacht: Polizei vollstreckt Durchsuchungsbeschlüsse

Am Donnerstag wurden mehrere Wohnungen von jungen Männern aus Ulm und Neu-Ulm von der Polizei durchsucht. Der Vorwurf: Geldwäsche.
Von
Yasmin Nalbantoglu
Neu-Ulm
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Mehrere Männer in Ulm und Neu-Ulm stehen unter dem Verdacht der Geldwäsche. Symbolbild.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Fünf junge Männer aus dem Raum Ulm/ Neu-Ulm stehen seit mehreren Wochen unter dem Verdacht der Geldwäsche. Das berichtet die bayerische Polizei in einer Pressemitteilung. Am Donnerstag (16.11.) vollstreckten die Beamten dann mehrere Durchsuchungsbeschlüsse.

Seit mehreren Wochen ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Neu-Ulm schon gegen die fünf männlichen Tatverdächtigen im Alter zwischen 22 und 31. Bei den Durchsuchungen konnten die Polizisten Beweismittel sicherstellen und wichtige Erkenntnisse zu dem Fall erlangen.

Es besteht der Verdacht, dass die Männer ihre Konten Dritten für Transaktionen zur Verfügung gestellt haben, berichtet die Polizei. Die Geldbeträge stammen nach Angaben der Polizei nachweislich auf Betrugsstraftaten. Deswegen wurde jeweils ein Strafverfahren wegen Geldwäsche eingeleitet. Insgesamt soll es sich um einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich handeln.

Vorwurf der Geldwäsche in der Doppelstadt: keine Verhaftungen

Auf Grundlage der Ermittlungserkenntnisse erließ das Amtsgericht Memmingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. An den Durchsuchungen waren mehrere Beamte der KPI Neu-Ulm und der Zentralen Ergänzungsdienste Neu-Ulm beteiligt. Dabei stellten die Beamten mehrere Beweismittel sicher. In den Wohnungen wurden unter anderem schriftliche Aufzeichnungen und Smartphones gefunden. Im weiteren Verlauf werden die Materialien von den Ermittlern ausgewertet.

„Zu Verhaftungen kam es nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Memmingen nicht. Alle fünf Tatverdächtigen wurden wieder entlassen“, schreibt die Polizei.