Gebühren in Bellenberg
: Abwasser und Grabkosten in Bellenberg werden teurer

Das Abwasser wird in der Gemeinde Bellenberg teurer. Und auch am Friedhof muss in Zukunft mehr gezahlt werden.
Von
Sonja Fiedler-Tresp
Bellenberg
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Friedhof Bellenberg

Die Grabgebühren in Bellenberg steigen an.

Sonja Fiedler
  • Abwassergebühren in Bellenberg steigen ab Januar von 1,75 Euro auf 1,89 Euro pro Kubikmeter.
  • Grund für die Erhöhung sind gestiegene Kosten, insbesondere für die Kläranlage in Vöhringen.
  • Grabgebühren werden ebenfalls teurer: Einzelgrab nun 1347 Euro, Doppelgrab 2754 Euro.
  • Urnen-Erdgrabstätten kosten künftig 1167 Euro (vorher 549 Euro), Urnennischen 1780 Euro (vorher 1045 Euro).
  • Friedhofsgebühren bleiben nicht kostendeckend, die Gemeinde trägt weiterhin Zusatzkosten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gebühren für das Abwasser steigen ab Januar: Das hat der Bellenberger Gemeinderat kürzlich beschlossen. 1,89 Euro pro Kubikmeter müssen ab nächstem Monat gezahlt werden, bisher sind es 1,75 Euro. Zuletzt wurden die Gebühren in Bellenberg 2022 erhöht. Die neuen Zahlen gelten bis 2029.

Dass nun tiefer in die Tasche gegriffen werden müsse, liege an den gestiegenen Kosten, etwa für Unterhalt und Personal, sagte Bürgermeister Oliver Schönfeld. Vor allem aber gelte dies für den Betrieb der Kläranlage in Vöhringen. 2021 hätten die Ausgaben der Gemeinde dafür bei rund 155.000 Euro gelegen, 2025 waren es beinahe 226.000 Euro. „Allerdings passt da unserer Meinung nach irgendetwas nicht“, sagte Schönfeld. In einigen Monaten habe es massive Abweichungen der Abwassermengen gegeben, für die bisher noch kein Grund gefunden wurde. Dabei sei die Gemeinde aktuell im Gespräch und in Klärung mit der Stadt Vöhringen. Gemessen würde die Abwassermenge am Übergabeschacht. ​

2025 wurden auch Instandhaltungsmaßnahmen an den Abwasserhebeanlagen begonnen. Diese seien jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen, hieß es in der Sitzung. Die Kosten der Instandsetzung wurden im Vermögenshaushalt gebucht, die Anlagen auf 40 Jahre abgeschrieben.

Erhöhungen nicht vermeidbar

Auch die Gebühren für den Friedhof wurden in Bellenberg neu berechnet. Hierbei geht es um eine Verschiebung der Kosten, denn erste Kalkulationen hätten zunächst„unleistbar hohe“ Gebühren für Einzel- und Doppelgräber ergeben. Daher habe man versucht, die Kosten umzuschichten. „Der neue Versuch ist jetzt einigermaßen annehmbar“, sagte Schönfeld. Die Kosten würden zwar in die gewünschte Richtung gehen, er finde es aber „sehr unschön“, dass die Erhöhung notwendig sei.

Geändert wird zunächst die mögliche Belegung von Gräbern: In Einzelgrabstätten können nur noch maximal zwei Belegungen mit nebeneinander laufenden Ruhezeiten erfolgen, in Doppelgräbern sind es vier, in Kindergräbern eine. Zudem steigen die Gebühren – beispielsweise für eine Urnen-Erdgrabstätte von 549 Euro auf 1167 Euro, für eine Urnennische, in der vier Bestattungen möglich sind, von 1045 Euro auf 1780 Euro. Die Gebühr für ein Einzelgrab beträgt 1347 Euro (vorher 1149 Euro), für ein Doppelgrab 2754 Euro (vorher 2327 Euro). Eine Verlängerung des Grabnutzungsrechts ist für jeweils fünf Jahre möglich, auch hier steigen die Kosten. Friedhofsgebühren seien nicht kostendeckend, sagte Kämmerin Verena Miller. 2023 habe die Gemeinde 28.000 Euro gezahlt, 2024 waren es 29.000 Euro.