Gautrachtenfest in Senden
: Senden trägt Radhaube, Schaufelhut und Lederhose

Aus einem beachtlichen Umkreis kommen am Sonntag, 29. Juni, Trachtenvereine nach Senden. Es wird gefeiert. Dazu gehört auch ein großer Umzug.
Von
Stefan Czernin
Senden
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Bild : v.on rechts : Bernd Kurus-Nägele, Bettina Walter , Heiko Schnitzler, Susanne Mattis , Anita Dautermann   ... Volkstracht Senden Fetumzug 5o Jahre

Geben ein gutes Bild ab: Bernd Kurus-Nägele, Bettina Walter , Heiko Schnitzler, Susanne Mattis , Anita Dautermann (von rechts) in der Sendener Volkstracht.

Heimat- und Volkstrachtenverein
  • Gautrachtenfest in Senden am 29. Juni mit 50 Gruppen und 1000 Teilnehmern geplant.
  • Festzug, Freiluftgottesdienst und Kinderauftritte bieten vielfältiges Programm.
  • Sendener Volkstracht zeigt historische Elemente wie Chenille-Radhauben und schwäbische Lederhosen.
  • Tracht repräsentiert Schwaben, Unteres Illertal und Stadt Senden.
  • Fest verbindet 50 Jahre Stadterhebung und Volkstracht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Sendener Volkstracht kann sich sehen lassen: Der Schaufelhut und die Faltenstiefel sind bei den Männern charakteristisch. „Und dazu kommt eine schwäbische Lederhose“, erklärt Bernd Kurus-Nägele, Vorsitzender für Tanz und Brauchtum im Heimat- und Volkstrachtenverein „D’Unterillertaler Senden -Ay“. Was diese von der bayerischen unterscheidet? „Sie hat einen breiteren Latz.“ Bei den Frauen gibt es einen besonderen Hingucker: die Chenille-Radhaube.

Chenille ist samtartiges, flauschiges Garn, das aus einem speziellen Herstellungsverfahren entsteht. Es fühlt sich weich an und hat eine leicht glänzende, haarige Oberfläche. „Die Hauben fertigen die Frauen in Handarbeit selber an“, berichtet Kurus-Nägele. Das sei eine sehr aufwendige Kopfbedeckung und ansonsten gar nicht zu bezahlen.

Historische Vorbilder aus dem Jahr 1830

Trachten sind traditionelle Kleidungsstücke. Die Sendener Volkstracht bringt es auf vergleichsweise überschaubare 50 Jahre. Das passt, weil Senden auch vor exakt 50 Jahren zu Stadt erhoben wurde. Angelehnt ist die Tracht aber durchaus an historische Vorbilder. Sie habe ihren Ursprung in der bäuerlichen Festkleidung des Unteren Illertales um das Jahr 1830.

Damit sei sie ein Zeichen der Heimatverbundenheit, auch nach außen. Heiko Schnitzler und Natalie Failer, ebenfalls im Vereinsvorstand, ergänzen: „Mit dem Tragen der Sendener Volkstracht sind wir immer Repräsentanten Schwabens, des Unteren Illertales und der Stadt Senden.“

Zum diesjährigen Doppeljubiläum Volkstracht und Stadterhebung ist der Verein mit 180 Mitgliedern Ausrichter des Trachtenfests des Altbayrisch Schwäbischen Gauverbands. 50 Gruppen haben sich für den großen Festumzug angesagt, Kurus-Nägele rechnet mit insgesamt etwa 1000 Teilnehmern. Dazu gehören Trachtenvereine, Musikvereine, Festwagen mit Pferdegespannen und örtliche Vereine.

Viel Programm am Sonntag

Los geht es am Sonntag, 29. Juni, um 9 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst auf der Stadtparkbühne. Ab 11 Uhr treten Kindergruppen auf der Bühne im Festzelt im Stadtpark auf. Um 13.30 Uhr startet der Festzug an der Mittelschule, um 15 Uhr folgt ein Fahneneinzug ins Festzelt.