Fünf Wochen Schienenersatzverkehr?
: Kalendarische Verwirrung bei der Bahn

Über einen Monat lang sollte es Einschränkungen auf der Illertalbahn und beim Weißenhorner geben. Das hat die Bahn verkündet. Zunächst.
Von
Henri Gallbronner
Neu-Ulm
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Neu-Ulm, Tieferlegung der „Neu-Ulm 21“, zweigleisiger Ausbau der Illertalbahn: Damit die Illertalbahn zweigleisig werden kann, muss "Neu-Ulm 21" gebaut werden. Der Freistaat will sich mit 19 Millionen beteiligen.

Kommt er oder kommt er nicht, das ist die Frage.

Matthias Kessler
  • Die Bahn kündigt Schienenersatzverkehr auf RS 7, RS 71 und RE 75 vom 26. März bis 7. April an.
  • Grund: Personalengpass im Stellwerk Gerlenhofen.
  • Betroffen sind nur Nachtzüge, Ersatzfahrplan veröffentlicht.
  • Änderungen betreffen Strecken Ulm-Senden und „Weißenhorner“.
  • Fahrplanänderungen sorgen für Verwirrung, Kunden müssen sich anpassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sich über die Bahn aufzuregen, gehört bekanntlich zu den Lieblingsfreizeitbeschäftigungen der Deutschen. Ein willkommener Anlass: Schienenersatzverkehr – für leidgeprüfte Bahnpendler ein Horrorwort.

Einen solchen solle es vom 26. März bis zum 7. Mai auf den Linien RS 7, RS 71 und RE 75 geben, teilte die Bahn am Montagvormittag mit. „Personalengpass beim Infrastrukturbetreiber“ wurde als Grund genannt. Im PR-Sprech von DB Regio Bayern heißt das: Wir sind keinesfalls schuld, sondern die DB InfraGo, die ehemalige DB Netz AG. Die böse Schwester gewissermaßen.

Einen Ersatzfahrplan gab es zu diesem Zeitpunkt praktischerweise noch nicht, sodass sich Betroffene in fröhlich-erregtem Rätselraten ergehen konnten, was denn da nun in zwei Tagen auf sie zukommen würde: Werden alle Züge durch Busse ersetzt oder nur einzelne? Und warum wird eine Fahrplanänderung für einen so langen Zeitraum überhaupt so kurzfristig angekündigt?

Ups - da haben wir uns vertan

Eine Anfrage bei der Pressestelle der Bahn brachte jedoch Entwarnung, die kurze Zeit später auch als Korrektur an die Abonnenten des Verkehrsmeldungs-Newsletters der Bahn für die betroffenen Linien versandt wurde: Nicht der 7. Mai, sondern der 7. April ist das Enddatum der Fahrplanänderungen. Statt eineinhalb Monate dauern die Verkehrseinschränkungen also nur knappe zwei Wochen.

Auch sind nicht alle Züge betroffen, wie aus dem inzwischen veröffentlichten Ersatzfahrplan hervorgeht, sondern nur einzelne Verbindungen in den Nachtstunden. Der genaue Grund ist übrigens, wie zuletzt bereits mehrfach in den vergangenen Wochen, die personell offenbar angespannte Situation im Stellwerk Gerlenhofen.

Der Schienenersatzverkehr besteht in diesen Zeiten zwischen Ulm und Senden (RS 7 und RE 75) und – je nach Uhrzeit - auch auf der Strecke des „Weißenhorners“ (RS 71) vom/bis Hauptbahnhof Ulm direkt oder ab Senden.  Auch an den anderen Haltestellen des RE 75 und der RS 7 gibt es aber teilweise geänderte Abfahrtszeiten und Zugausfälle. Da muss sich der Bahnkunde dann halt doch wieder reinvertiefen - und hoffen!