Aufruf im Raum Ulm: Mitmachen bei der Fischotter-Zählung

Fischotter galten lange Zeit als ausgestorben in Bayern. Seit den 1990er Jahren breiten sie sich wieder aus – vor allem im östlichen Teil des Bundeslandes.
Patrick Pleul/dpa- Bayerisches Landesamt für Umwelt sucht Freiwillige zur Fischotterkot-Sammlung von Nov. 2025 bis März 2026.
- Ziel: Fischotter-Populationsgröße und Verbreitung in Bayern durch genetische Analysen ermitteln.
- Kot (Losung) findet sich an Flüssen, Seen, Bächen; wichtig: frisch, enthält z. B. Gräten oder Schuppen.
- Projekt nutzt Artenspürhund und bietet Teilnehmern Einweisungen und Material zur Probenentnahme.
- Direkte Nachweise wie Sichtungen, Fotos und Videos ebenfalls relevant – Infos auf LfU-Webseite.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wieso im Herbst statt Pilzen nicht mal Fischotterkot sammeln gehen? Zwar kann man den nicht essen, aber es ist immerhin für eine gute Sache. Weil ermittelt werden soll, wie viele Fischotter im Bundesland leben und vor allem wo, ruft das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) zur ehrenamtlichen Mithilfe auf – ein Muss für alle Otter-Fans! Den Kot der Tiere könne man genetisch analysieren und somit einzelne Individuen, das Geschlecht und Verwandtschaftsverhältnisse bestimmen. Anhand der Daten ließe sich somit die Populationsgröße ermitteln. Im Landkreis Neu-Ulm wurde bisher nur in Nersingen ein Fischotter, per Wildkamera, gesichtet.
Vor allem Jäger und Teichwirte, aber auch umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger können sich von November 2025 bis März 2026 auf Spurensuche begeben. Hinweise auf die Tiere finde man vor allem entlang von Flüssen, Seen, Bächen, Teichen und unter Brücken. Für die Erhebung seien vor allem „indirekte Nachweise“ relevant. Das heißt konkret: Man sammelt Fischotterkot – in der Fachsprache auch „Losung“ genannt. Dieser sollte möglichst frisch sein, denn nur so sei eine genetische Analyse möglich.
Jetzt mitmachen!
Damit man nicht aus Versehen Hundekot einsammelt, muss man die Ausscheidungen schon genauer betrachten. Oft finden sich darin Gräten, Schuppen oder Krebsüberreste. Für alle mit etwas stärkerem Magen lohnt sich auch ein intensiver Blick auf die Farbgebung der Exkremente. Diese können mit gelbem, grünlichem, braunem oder grau-weißem Schleim durchsetzt sein. Weitere indirekte Nachweise sind kleine aufgewühlte Bodenstellen sowie Pfotenabdrücke. Unterstützung bekommt das Projekt außerdem durch einen Artenspürhund.
Alle, die sich am Projekt beteiligen wollen, erhalten eine ausführliche Einweisung sowie spezielles Material zur Probennahme. Neben der Kot-Sammelaktion seien aber auch direkte Nachweise über Sichtungen der Tiere, Fotos und Videos relevant. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Webseite der LfU.

