Firma in Vöhringen
: So arbeitet Sanomed für die Sport-, Kosmetik- und Gesundheitsbranche

Der Vöhringer Lohnhersteller für flüssige Nahrungsergänzungsmittel feiert sein 35-jähriges Bestehen. Das Unternehmen boomt. Zuletzt gab es öfters Bewerbungen von ehemaligen R-Pharm-Mitarbeitern.
Von
Stefan Czernin
Vöhringen
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Sanomed Vöhringen

Ausreichend Platz: Am Firmensitz in Vöhringen besitzt Sanomed ein fünf Hektar großes Gelände.

Stefan Czernin
  • Sanomed produziert in Vöhringen flüssige Nahrungsergänzungsmittel für Gesundheit, Sport, Kosmetik.
  • Der Lohnhersteller feierte sein 35-jähriges Bestehen und beschäftigt rund 150 Personen.
  • Umsatz lag zuletzt bei 30 Millionen Euro – Vertrieb in mehr als 30 Ländern.
  • Sieben Linien liefern Kapazität für 100 Millionen Ampullen pro Jahr, Verkauf u. a. in Drogerien.
  • Nach R-Pharm-Aus bewerben sich vermehrt Ex-Mitarbeiter, direkte Konkurrenz gab es laut Firma nicht.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Bei der Firma Sanomed in Vöhringen gehen derzeit vermehrt Bewerbungen von ehemaligen R-Pharm-Mitarbeitern ein. Der insolvente Illertisser Pharmahersteller mit zuletzt 280 Mitarbeitern hat seinen Betrieb Ende August eingestellt und wird derzeit abgewickelt. „Es ist ja eine ähnliche Branche“, sagte Sanomed-Marketingleiterin Janine Wilhelm bei einem Firmenbesuch unserer Zeitung. „Aber wir waren nie direkte Konkurrenten.“ Zwar wurden bei R-Pharm neben Medikamenten auch Nahrungsergänzungsmittel hergestellt, allerdings in Form von Tabletten und Kapseln.

Der Gründer und Inhaber von Sanomed, Karl Holzinger, habe hingegen ganz bewusst von Anfang an auf flüssige Nahrungsergänzungsmittel gesetzt. „Das erfordert mehr Know-how“, berichtete Wilhelm. Und schütze so besser vor Konkurrenz. Vor kurzem feierte die Firma Sanomed ihr 35-jähriges Bestehen, rund 150 Personen sind am Standort in Vöhringen beschäftigt.

Gesundheits-, Sport- und Kosmetikbranche

Die Firma stellt flüssige Nahrungsergänzungsmittel für die Gesundheits-, Sport- und Kosmetikbranche her. Flüssige Aminosäuren, Magnesium oder Hyaluronsäure finden sich unter den Sanomed-Produkten, die dann unter den Markenlabels der Auftraggeber teils weltweit vermarktet werden. Der Markt boomt weiterhin, zuletzt betrug der Umsatz 30 Millionen Euro. Sieben Produktionslinien liefern eine Kapazität für 100 Millionen Ampullen jährlich, der Vertrieb erfolgt in mehr als 30 Länder. Die Produkte gibt es dann unter anderem in Drogerien, Apotheken, Fitnessstudios und im Fachhandel zu kaufen.

Sanomed Produktion

Im Werk gibt es eine Produktionskapazität von 100 Millionen Ampullen im Jahr,

buero ost gmbh

Sanomed begann als klassisches Start-up: Im Jahr 1991 hat Karl Holzinger das Unternehmen gegründet. Damals erlebte die Fitnessbewegung einen Aufschwung. Und die Sportler griffen gerne auf Ergänzungsprodukte zurück. Holzinger wunderte sich, warum die erhältlichen Mittel importiert wurden. Und nicht aus heimischer Produktion stammten. Er traute sich zu, das zu ändern. Zunächst wurde in einer Doppelgarage im Philosophenweg in Neu-Ulm produziert, 1996 zog die Firma ins Neu-Ulmer Gewerbegebiet um. Auch dort wurde der Platz bald zu knapp. Darum erfolgte 2019 der Spatenstich für den jetzigen Standort in Vöhringen; Ende 2020 ging dort der Betrieb los. In Vöhringen besitzt das Unternehmen ein fünf Hektar großes Gelände.

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Sanomed Inhaber Karl Holzinger Mitte weißes Hemd

Festlich herausgeputzt für die 35-Jahr-Feier: Sanomed-Inhaber Karl Holzinger (Mitte, weißes Hemd) im Kreis seiner führenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Martin Ebert

Vertraulichkeit ist in der Branche ein großes Thema. So gibt die Vöhringer Firma die Namen der Kunden nicht bekannt. Und der Name Sanomed taucht entsprechend auch nicht auf den Verpackungen und Schachteln der Auftraggeber auf.