Feuerwehrbericht für 2025: Mehr als 3400 Einsätze im Kreis Neu-Ulm

96 Feuerwehrleute, zudem zahlreiche Einsatzkräfte der Rettungsdienste und Notärzte: Ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Neu-Ulm erforderte im März 2025 einen Großeinsatz im Wiley.
Ralf Zwiebler- Landkreis Neu-Ulm meldet mehr als 3400 Feuerwehreinsätze im Jahr 2025.
- 339 Brände, Schwerpunkt technische Hilfe mit über 1600 Einsätzen – etwa Unfälle und Unwetter.
- Über 600 Menschen wurden gerettet, fünf Feuerwehrleute erlitten Verletzungen.
- Große Katastrophenschutzübung in Senden mit rund 300 Kräften von BRK, Feuerwehr, THW und Polizei.
- Geplantes Katastrophenschutzzentrum in Senden: Lagerhalle, Treibstofftankstelle und Lehrzentrum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Feuerwehrleute im Landkreis haben jede Menge zu tun, zu mehr als 3400 Einsätzen sind sie im vergangenen Jahr ausgerückt. Darunter waren 339 Brände; technische Hilfeleistungen machten mit mehr als 1600 Einsätzen den Hauptteil aus. Dazu zählen unter anderem Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen oder Unwettern. Fünf Feuerwehrleute wurden bei Einsätzen im vergangenen Jahr verletzt. Das geht aus dem Jahresbericht 2025 der Kreisbrandinspektion des Landkreises Neu-Ulm hervor, der unserer Redaktion vorliegt.
Die Einsätze der insgesamt mehr als 3300 Feuerwehrleute im Landkreis Neu-Ulm deckten dabei ein breites Spektrum ab: vom Wohnungsbrand im Neu-Ulmer Wiley über einen Ölfilm auf dem Wielandkanal bei Vöhringen bis zu diversen schweren Verkehrsunfällen. Insgesamt wurden laut Statistik bei den Einsätzen mehr als 600 Personen gerettet.
Große Übung im Bereich Senden
Im Jahr 2025 stand in Senden zudem eine große Katastrophenschutzübung an. Dabei waren rund 300 Einsatzkräfte von BRK, Wasserwacht, Feuerwehr, THW und Polizei sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Neu-Ulm im Einsatz. Ausgangspunkt der Übung war die Annahme, dass Senden von einem starken Unwetter betroffen wäre.
Ein Thema bleibt weiterhin der Bau eines Katastrophenschutzzentrums für den Landkreis in Senden. Sandsackfüllanlagen, Großpumpen, Zelte, Feldbetten und einige Fahrzeuge sollen dort beispielsweise in einer Lagerhalle untergebracht werden. Eine Tankstelle mit Treibstoff für hunderte Fahrzeuge und Notstromaggregate soll ebenfalls entstehen. Außerdem plant das Landratsamt auf dem 15.000 Quadratmeter großen Areal in der Sankt-Florians-Straße ein Lehrzentrum.
Im Ernstfall könnten die Räume mit Großküche und Duschen als eine Art 24-Stunden-Headquarter für Einsatzkräfte dienen, hieß es dazu schon in der Sitzung des Neu-Ulmer Kreisausschusses im Dezember 2025, in der auch Kreisbrandmeister Bernhard Schmidt dabei war.
Zentraler Standort für Katastrophenschutzzentrum
Den Standort Senden bevorzugen der Kreisbrandmeister, das BRK und das Landratsamt aus mehreren Gründen. Er liegt zentral im Landkreis und ist gut an den Verkehr angebunden. Und: Die örtliche Gruppe des BRK möchte dort sowieso ein neues Gebäude bauen. Das passende Grundstück biete die Stadt Senden zum Beispiel im Rahmen einer Erbpachtlösung an.
Ein niedriger zweistelliger Millionenbereich steht als Kostenschätzung im Raum. Die Planungen für ein Katastrophenschutzzentrum in Senden laufen bereits.
