Fair Trade
: Weißenhorn hat jetzt einen Stadtkaffee

Fair gehandelt und biologisch: Weißenhorn hat jetzt einen eigenen Kaffee. Der kommt zwar aus Mexiko, das Etikett hat aber ein namhafter örtlicher Künstler gestaltet. Es zeigt das Wahrzeichen der Fuggerstadt.
Von
Stefan Czernin
Weißenhorn
Jetzt in der App anhören
Stadtkaffee Weißenhorn

Das Obere Tor und das Stadtwappen machen klar: Dieser Kaffee gehört zu Weißenhorn.

Stefan Czernin
  • Weißenhorn hat jetzt einen eigenen fair gehandelten und biologischen Stadtkaffee.
  • Das Etikett zeigt das Obere Tor und das Stadtwappen, gestaltet vom Künstler Norbert Riggenmann.
  • Der „Sonrisa“-Kaffee aus Mexiko bietet ein schokoladiges Aroma mit Zartbitter-Note.
  • Erhältlich im Weltladen für knapp sieben Euro pro 250-Gramm-Packung.
  • Fair gehandelter Kaffee wird in der Stadtverwaltung teils genutzt – Potenzial zur Steigerung vorhanden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weißenhorn hat jetzt einen Stadtkaffee. Der kommt zwar aus Mexiko, ist aber fair gehandelt und biologisch hergestellt. Verkauft wird er im Weißenhorner Weltladen in der Hauptstraße. Rein klimatisch wäre ein Anbau rund um die Fuggerstadt auch schwierig geworden. Das Prädikat „Stadtkaffee“ passt aber trotzdem hervorragend. Das Etikett hat der Weißenhorner Künstler Norbert Riggenmann entworfen. Es zeigt das Obere Tor, das Wahrzeichen der Stadt schlechthin.

„Das Motiv war logisch“, sagt Riggenmann bei der Vorstellung des Stadtkaffees vor dem Rathaus. Die Darstellung ist die grafische Überarbeitung einer Fotografie, erläutert der Künstler. Er habe den Auftrag sehr gerne übernommen. „So etwas bekommt man nicht jeden Tag auf den Tisch.“

Stadtwappen ziert die Packung

Außerdem ziert das Stadtwappen die Packung. Weil auch die Stadt als Partnerin mit an Bord ist und zum Beispiel die Kosten für das Etikett-Motiv übernommen hat. Die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Lutz lobte dann auch das Projekt. Der Stadtkaffee gebe auch ein sehr gutes Geschenk und Mitbringsel ab.

Die 250-Gramm-Packung kostet im Weltladen knapp sieben Euro, egal ob gemahlen oder mit ganzen Arabica-Bohnen. Der Verkauf ist gut angelaufen. Der Handelsname des Kaffees ist übrigens „Sonrisa“, was auf Spanisch „Lächeln“ bedeutet – und den Genießerinnen und Genießern eben ein solches aufs Gesicht zaubern soll. Die Bio-Kaffeebohnen von Sonrisa kommen aus den Höhenlagen Mexikos. „Sie bieten ein schokoladiges Aroma mit einem Hauch von Zartbitter und geröstetem Toast“, erklärt der Produzent El Puente auf seiner Webseite.

Stadtkaffee Weießnhorn

Das Team um den Weißenhorner Stadtkaffee: Ulrich Hoffmann, Uschi Ott, Monika Meixner, die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Lutz, Weltladen-Vorsitzender Franz Snehotta und Künstler Norbert Riggenmann (von links).

Stefan Czernin

Aber gibt es den Weißenhorner Stadtkaffee denn auch im Rathaus zu trinken? Immerhin schmückt sich die Stadt auch mit dem Label „Fairtrade-Stadt“. „Nein, bislang nicht“, sagt Stadtrat Ulrich Hoffmann. Er ist sowohl Fairtrade-Beauftragter des Weißenhorner Stadtrats als auch Weltladen-Pressesprecher. Zwar gibt es in der Stadtverwaltung auch fair gehandelten Kaffee, aber nicht ausschließlich. „Da gibt es noch Luft nach oben.“