Mitten in der Krise durch Corona und den Krieg in der Ukraine bekommt Evobus Neu-Ulm einen Großauftrag: Insgesamt 25 neue Setra-Busse ordert das Unternehmen Scherer Reisen. Das Familienunternehmen hat bereits mehr als 100 Fahrzeuge von Setra in Betrieb und stockt diesen Bestand nun um rund 25 Prozent auf.

Welche neuen Setra-Busse bekommt Scherer Reisen?

Insgesamt 25 neue Busse bekommt die Scherer Reisen Omnibus Gesellschaft mbH. Doch mit welchen Setra-Modellen stärkt Scherer seine Flotte? Nach dem Gewinn dreier Linienbündel im Landkreis Birkenfeld übernahm das rheinland-pfälzische Familienunternehmen 20 Low Entry Überlandlinienbusse des Typs S 415 LE business mit 100 km/h Zulassung.
Die überwiegend auf der Schnellbuslinie „Wittlich-Idar Oberstein“ sowie im Schulbusverkehr eingesetzten Fahrzeuge der Setra MultiClass haben 47 Plätze an Bord – und damit deutlich mehr als die vom Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) geforderten 30 Sitze. Dazu kommen fünf Doppeldecker: Die neuen Doppelstockbusse von Setra sind vom Typ S531 DT.

Ausstattung und Strecke der fünf neuen Doppelstock Setra-Busse für Scherer Reisen

Zusätzlich zu den Überlandlinienbussen hat der 1973 gegründete Betrieb fünf neue Setra Doppelstockbusse in den Fuhrpark aufgenommen. Die S 531 DT liefern, werden auf der Schnellbuslinie „Idar-Oberstein – Trier“ eingesetzt und sind wie folgt ausgestattet:
  • jeweils 67 Sitzplätzen
  • zwei Plätzen für Rollstuhlfahrer
  • vier Clubtische im Oberdeck
  • eine 1,10 Meter breite einflügelige hintere Tür mit Klapprampe
  • GPS-Technik übermittelt aktuelle Fahr- und Standortdaten in Echtzeit

Das Unternehmen Scherer Reisen: Gemünden, Doppeldecker, Setra-Busse & Co.

Das Unternehmen Scherer Reisen wird in der zweiten Generation von der Familie geführt und hat über 100 Fahrzeuge der Marke Setra im Einsatz. Jetzt kommen fünf neue Doppeldecker und 20 neue Linienbusse von Setra dazu. Neben dem Linienbetrieb bietet das Unternehmen aus Gemünden Reisen durch ganz Europa an.

Wichtiger Großauftrag von Scherer Reisen für Evobus Neu-Ulm

Bis zum Jahr 2030 will Daimler Truck bei Evobus insgesamt 100 Millionen Euro einsparen. Die Reisebuskompetenz bleibt in Neu-Ulm. Die Stellenzahl soll sich jedoch drastisch reduzieren. Das Evobus-Werk an der Donau soll trotzdem bis zu 600 Stellen verlieren. Jetzt stellt sich die Frage, wie sich der Großauftrag mitten in wirtschaftlich schweren Zeiten auf den Standort auswirkt.