Es ist offiziell: Mercedes verkauft Niederlassung in Neu-Ulm

In Neu-Ulm beginnt Mercedes mit dem Verkauf seiner Autohäuser. (Archivbild)
Bernd Weißbrod/dpa- Mercedes verkauft das Autohaus Neu-Ulm an die Sterne Gruppe GmbH mit 200 Beschäftigten.
- Sterne Gruppe betreibt bereits 15 Mercedes-Standorte und hat ein Konzept für Neu-Ulm.
- Ziel: Vertrieb zukunftsfähig machen; keine Verkäufe an reine Finanzinvestoren.
- Rund 8.000 Beschäftigte in 80 Betrieben sind vom geplanten Verkauf betroffen.
- Nach Protesten Einigung mit Betriebsrat zu Betriebsübergängen erreicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Verkauf der konzerneigenen Autohäuser von Mercedes-Benz in Deutschland hat begonnen. „Mit der Unterzeichnung der Verträge für den Verkauf der Niederlassung in Neu-Ulm ist jetzt der Startschuss für die planmäßige Umsetzung erfolgt“, teilte das Unternehmen mit.
Die Sterne Gruppe GmbH habe den Zuschlag für das Autohaus mit rund 200 Beschäftigten bekommen. Das Unternehmen betreibe schon heute 15 Mercedes-Standorte in Süddeutschland und habe ein langfristiges Konzept für Neu-Ulm. „Mercedes-Benz befindet sich zudem in sehr konstruktiven Gesprächen mit potenziellen Erwerbern für weitere Standorte.“
Neuaufstellung soll Vertrieb zukunftsfähig machen
Anfang 2024 war bekanntgeworden, dass der Stuttgarter Autobauer den Verkauf seiner Autohäuser erwägt. Eine Prüfung habe ergeben, dass ein Verkauf Sinn mache, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Damit soll der Vertrieb zukunftsfähig gemacht werden.
Mögliche Käufer müssten demnach mehrere Voraussetzungen erfüllen - darunter Handelsexpertise, unternehmerische Kompetenz, wirtschaftliche Stärke, Investitionsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Arbeitnehmervertretungen. An reine Finanzinvestoren solle nicht verkauft werden.
Proteste der Beschäftigten
Betroffen sind nach früheren Angaben von Mercedes-Benz etwa 8.000 Menschen in Deutschland, die in rund 80 Betrieben beschäftigt sind. Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali hatten den Schritt nach Bekanntwerden zunächst mit scharfen Worten kritisiert und Widerstand angekündigt. Die Pläne seien ein „Schlag ins Gesicht“.
Nach Protesten der Beschäftigten verkündete Mercedes im vergangenen Sommer eine Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge zu potenziellen Erwerbern.
