Brand in Senden: Anwohner soll Feuer in Haus selbst gelegt haben

Die Feuerwehren aus Senden und Hausen waren mit mehreren Löschzügen vor Ort im Einsatz.
Marijan Murat/dpa- In Senden brannte vor zwei Wochen eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.
- Ein 62-jähriger Bewohner wird verdächtigt, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben.
- Er erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde später in Untersuchungshaft gebracht.
- Der Sachschaden beträgt rund 150.000 Euro, Verletzte gab es keine weiteren.
- Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Montag, 29. September, meldeten die Anwohner eines Mehrfamilienhauses in Senden einen Brand in einer Wohnung. Der 62-jährige Anwohner war beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits durch einen anderen Bewohner des Hauses bewusstlos geborgen worden. Nun haben Ermittlungen der Polizei ergeben: Der geborgene Bewohner selbst soll das Feuer gelegt haben. „Durch Befragungen und erste Ermittlungen vor Ort ergab sich der Verdacht, dass der 62-Jährige seine Wohnung vorsätzlich in Brand gesteckt hatte“, teilten die Neu-Ulmer Beamten mit.
Er wurde mit einer Rauchgasvergiftung unter polizeilicher Beobachtung für eine Nacht stationär in einer umliegenden Klinik behandelt und am darauffolgenden Tag am Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Die zuständige Ermittlungsrichterin erließ Haftbefehl, der zuvor von der Staatsanwaltschaft Memmingen beantragten worden war, und setzte diesen in Vollzug. In der Folge wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen
In der Folge übernahm die Kriminalpolizei Neu-Ulm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen die weiteren Ermittlungen. Der Tatvorwurf: schwere Brandstiftung. Zu Motiv und Hintergründen konnte die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung noch keine Aussagen machen. Die Ermittlungen dauerten an.
Bei dem Brand entstand ein Sachschaden von etwa 150.000 Euro, weitere Personen wurden nicht verletzt.

