Bluttat in Neu-Ulm
: Tatverdächtiger stellt sich, Todesursache steht fest

Wegen des dringenden Tatverdachts sitzt der 33-Jährige vorerst in Haft. Nach der Obduktion ist klar, woran der 24-Jährige gestorben ist.
Von
Daniel Wydra
Neu-Ulm
Jetzt in der App anhören
Polizeieinsatz in Neu-Ulm In der Nähe der Kleinen Donau Donauisel Insel Tatort

Nach der Attacke arbeiten viele Polizisten am Tatort.

Volkmar Könneke
  • Tatverdächtiger der tödlichen Attacke in Neu-Ulm stellt sich der Polizei.
  • 33-Jähriger gesteht Beteiligung, sitzt wegen Totschlags und Drogenhandels in Haft.
  • Opfer starb an Stichverletzungen, genaue Verletzungsstelle bleibt unbekannt.
  • Polizei durchsuchte mehrere Wohnungen, Ermittlungen dauern an.
  • Unklar, ob der verletzte 19-Jährige Täter oder weiteres Opfer ist.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Knapp zwei Tage nach der tödlichen Attacke auf einen 24-Jährigen in Neu-Ulm hat sich der gesuchte Verdächtige der Polizei gestellt. Das schreibt die Polizei am Samstag (5.4.) in einer Mitteilung. Demnach hat sich der 33-Jährige am Freitagnachmittag, begleitet von seinem Rechtsanwalt, der Kriminalpolizei Neu-Ulm gestellt. Er habe sogleich eingeräumt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Die Fahnder hatten den Mann schon vorher als Verdächtigen ermittelt.

Wegen des dringenden Tatverdachts hatte die Staatsanwaltschaft Memmingen einen Haftbefehl gegen den 33-Jährigen beantragt, wegen Totschlags sowie bewaffnetem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Es wird schon länger vermutet, dass die Tat mit Drogengeschäften zusammenhängt. Eine Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Günzburg setzte den Haftbefehl in Vollzug. Anschließend wurde der Tatverdächtige in ein bayerisches Gefängnis gebracht.

Obduktionsergebnis liegt vor

Inzwischen ist der getötete 24-Jährige obduziert worden. Die Rechtsmedizin stellte fest, dass er an den Folgen von Stichverletzungen verstorben ist. Wo er genau verletzt wurde, gibt die Polizei nicht bekannt.

Außerdem durchsuchte die Polizei laut der Mitteilung mehrere Wohnungen „im Bereich Neu-Ulm und Geislingen“. Die Ermittlungen dauern an und für den festgenommenen 33-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung, solange er nicht verurteilt ist. Es ist weiterhin unklar, ob der ebenfalls verletzte 19-Jährige, der nach der Tat die Polizei gerufen hatte, etwas mit der Tat zu tun hat oder ebenfalls ein Opfer des Inhaftierten ist.