Nach Gewürzen aus 1001 Nacht duftet es im Wiley-Pavillon, den alle einfach Kiosk nennen. Yogathas Tharmakulasingam, gelernter Koch aus Sri Lanka, kocht hier tamilische Spezialitäten. Unter der Woche kleine Imbisse, am Wochenende wechselnde Gerichte. Zuerst mussten sich die Gäste daran gewöhnen, dass aus der Kiosk-Küche mehr als Pommes und Co kommen. Nunmehr schätzt das Publikum die authentische Küche, die stets neue Reize für die Geschmacksnerven bereit hält. Gemüse spielt eine wichtige Rolle, selbst zubereitete Dips, Soßen und Chutneys sind das i-Tüpfelchen, hausgemachte Currymischungen sowie Gewürze machen die Spezialitäten charakteristisch.

Ein wenig wie Dampfnudeln

Yogi, wie Yogathas von seinen Gästen genannt wird, hantiert eifrig in der Mini-Kiosk-Küche, macht neben Fleischgerichten Teigwaren, die bei ihm gerne die sättigende Rolle spielen. „Die sind oft vegetarisch, vielfach vegan und glutenfrei“, bemerkt Yogi. So die Idly, für deren Teig er weiße Linsen und Reis verwendet. „Linsen und Reis werden eingeweicht, dann gemahlen, mit Wasser vermischt, es folgt eine Naturgärung über sieben Stunden“, erklärt Yogi. Wichtig ist für die Idly die Idly-Form, ein kreisrundes Blech, in dem sich halbkugelförmige Einbuchtungen befinden. Yogi gießt mit einem Schöpflöffel Teig in die Vertiefungen, dann kommt das Ganze zum Dämpfen in einen Topf. Heraus kommen Klöße. „Ein wenig wie Dampfnudeln“, macht Yogi den Vergleich.Yogis Frau Srikala hilft beim Herrichten des Tellers: Zu den Idly reichen die beiden Sambar-Gemüse und Chutney. Die Sonne tut das Ihre zum tamilischen Genuss – Sri-Lanka-Feeling im Wiley.
[frizz]