Anfang Oktober haben die Kinder der 5a des Illertal-Gymnasiums Vöhringen (IGV) eine Exkursion an die Iller unternommen. Hier berichten die Schüler, was sie erlebt haben:
Es war ein kalter und ungemütlicher Tag, daher waren alle verunsichert, ob es regnen würde oder nicht. Nach der ersten Pause liefen wir mit unseren Lehrerinnen Angela Lange und Jennifer Mathan zum Brückle-Parkplatz, der hinter dem Illertal-Gymnasium liegt. Dort standen der Biologe Sebastian Diedering mit dem Donaumobil und Brigitte Schilling von der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen, welche es uns ermöglichte, uns mit dem Biologen zu treffen. Herr Diedering kennt sich sehr gut mit Tieren, Pflanzen und Dingen aus der Natur aus und war sehr nett.
Das Donaumobil ist ein mobiler Anhänger, den man an das Auto hängen konnte. Im Mobil war ein Modell der Donau zu sehen. Es bestand aus Holz und aus Lego. Der Fluss verlief vor 200 Jahren wie eine Schlange und es gab einige Buchten und viele Inseln zu sehen. Danach kam ein Modell dran, wie die Donau jetzt aussah. Der Fluss war gerade und es gab keine Inseln oder Ausbuchtungen mehr. Die Donau war früher außerdem viel breiter als heutzutage und das Land um die Donau war nicht so viel bebaut. Dadurch hatte das Wasser mehr Wege, um auszuweichen. Wir durften sogar Wasser in dem Modell die Donau hinunterfließen lassen und haben so eine Überflutung nachgestellt.
Nach der Aufklärung über die Donau vor 200 Jahren und heute wurden wir in Gruppen mit verschiedenen Aufgaben eingeteilt und sind alle zusammen Richtung Iller losgewandert. Wir hatten Kescher, Lupengläser, Bücher zum Nachschlagen, Tierkarten und einen Steckbrief dabei.
Es gab eine Gruppe, die nach Biberspuren schauen musste. Die andere Gruppe sollte nach Weiden und Eschen schauen und Baumteile sammeln. Eine weitere Gruppe hatte die Aufgabe, nach Wassertierchen zu keschern.
Bald darauf waren wir am Fluss angekommen. Die Hälfte der Klasse ging mit Herrn Diedering runter zur Iller. Die anderen konnten von einer hohen Brücke aus zusehen, wie die Kinder mit dem Biologen kescherten. Schon bald kamen viele wieder nach oben und zeigten stolz ihre Becherlupen, in denen sich etwa Wasserflohkrebse, kleine Muscheln und Fische befanden. Nun füllten wir mit Hilfe der Bücher die Lücken der Arbeitsblätter aus.
Anschließend liefen wir noch an einen Baggersee, um noch mehr Tiere zu fangen. Doch leider hatten wir kein Glück. Also kehrten wir zur Schule und zum Donaumobil zurück. Am Schluss machten wir alle eine Abschlussrunde im Kreis und erzählten, was uns gut und was uns nicht so gut gefallen hat.
Nachdem wir noch Fotos gemacht haben, war leider schon die Zeit vorbei und wir haben uns von dem Biologen verabschiedet. Für uns Schüler und Schülerinnen der 5a war es ein sehr lehrreicher Vormittag und die Exkursion hat uns gut gefallen. Enes-Fynn Maslowski, Moritz Kreis, Emilia Kohn, Matteo Lauer

Viele Tiere kennengelernt

 Ich fand den Besuch eines Biologen echt spannend und freute mich auch schon die ganze Zeit darauf. Sehr gut gefiel mir, dass wir in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden und so die unterschiedlichen Aufgaben erledigen durften. Ich habe auch viele Tiere kennengelernt, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren. Bei unserem Ausflug war ich im Team der Wassertiere und wir haben viele kleine Lebewesen mit einem Kescher gefangen. Es sind so viele winzige Tiere in der Iller, dass man sie alle gar nicht auf den ersten Blick im Wasser sehen kann. Auch das Laufen hat mal wieder gutgetan. Diese Exkursion war in dem ganzen Schuljahr bisher der spannendste Ausflug, den ich hatte, und mir hat der Tag wirklich gefallen. Tim Stephan

 Toller und informativer Ausflug

Nach der ersten Pause trafen wir uns mit dem Biologen Sebastian Diedering aus dem Mooseum. Er kam mit dem Donaumobil an unser Gymnasium. Meine Mitschüler und ich waren sehr gespannt, was er uns dort zeigen wollte, und waren sehr erstaunt, in seinem Mobil eine kleine Nachbildung von der Donau zu sehen.
Danach ging unsere Iller-Tour erst richtig los. Wir wurden in fünf Gruppen aufgeteilt, Ich war in der Wassertier-Gruppe. Unsere Gruppe fing mit dem Kescher mehrere Flohkrebse. Ein Flohkrebs ist ein kleiner Krebs mit sechs Beinen und zwei Scheren. Diese haben wir in Becherlupen gelegt, um die Tiere so besser und näher zu sehen.
Nach dem Ausflug verabschiedeten wir uns und gingen zurück zur Schule. Sebastian Diedering brachte die Tierchen in die Iller zurück, damit sie weiterleben konnten. Der Ausflug war sehr toll und informativ. Finn Schmid

 Wasserflohkrebs wieder freigelassen

Ich war in der Gruppe mit den Wassertieren. Vor der Einteilung hat der Biologe Sebastian Diedering etwas über die Donau, die auf dem Donaumobil nachgebaut war, erzählt. Danach ging es los und schon hatten wir ein kleines Tierchen entdeckt. Ich habe es in die Becherlupe getan und wir haben geguckt, was das für ein Tier war. Es war ein Wasserflohkrebs.
Das war sehr interessant, denn er hatte eine coole, bananenförmige Form und viele Beine. Seine Merkmale waren außerdem schwarze Augen und rote Punkte auf dem braunen Körper. Nachdem wir ein Stück gelaufen sind, kamen wir an einem See vorbei. Dort habe ich den Wasserflohkrebs wieder freigelassen und er war darüber bestimmt sehr froh. Das war ein toller und spannender Tag! Eva-Maria Rotter

Bewusstsein schaffen für mehr Umweltschutz

Die Umweltstation Mooseum Bächingen ist eine Bildungseinrichtung für gemeinsames Erleben von Natur und Kultur für alle Generationen. Sie ist mit dem Donaumobil in der Region unterwegs, um zu informieren und Bewusstsein zu schaffen für den Schutz und Erhalt von Lebensraum und Brauchtum. Das Donaumobil kommt direkt vor Ort mit einem spannenden Programm zur Entdeckung und Erkundung der heimischen Natur. Angeboten wird ein breites Bildungsprogramm für nachhaltige Entwicklung. Beispielsweise wird mit Modellen die Renaturierung von Donau und Iller veranschaulicht, das Leben der Tiere im Wald beobachtet und der Lebensraum Wasser erforscht. Infos: www.mooseum.net. Die Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen unterstützt das Donaumobil mit Spenden.