Betrug mit Kryptowährung
: Mann überweist fünfstelligen Betrag ins Ausland

Ein 37-Jähriger will sein Geld möglichst gewinnbringend anlegen, doch das geht schief. Wie ihm die Betrüger mehr als zehntausend Euro abschwätzten.
Von
Daniel Wydra
Illertissen
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Hände auf einer Tastatur: ILLUSTRATION - Betrüger nutzten Credential Stuffing, um Zugriff auf Kundenkonten bei CTS Eventim zu erhalten und Tickets für die Taylor-Swift-Tournee zu stehlen. (zu dpa: «Taylor Swift: Betrüger wollten digitale Tickets klauen») Foto: Silas Stein/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Die Betrüger hatten leichtes Spiel  - das Opfer hatte seinen Laptop für sie freigegeben.

Silas Stein/dpa

Ein Mann ist von Anlagebetrügern hereingelegt worden und hat auf diese Weise einen fünfstelligen Geldbetrag verloren. Laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hat der 37-Jährige am Donnerstag, 16. Mai, auf der Illertisser Wache Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Vorher sei er im Internet auf eine "vermeintlich lukrative Anlagemöglichkeit" gestoßen. Er wollte in eine Kryptowährung investieren.

Zunächst schöpfte der Mann keinen Verdacht und zahlte den Betrügern wenige hundert Euro. Daraufhin witterte ein angeblicher Broker seine Chance und kontaktierte den Mann regelmäßig. Schließlich überredete er den 37-jährigen, dass er online auf dessen Laptop zugreifen darf. Später forderte er das Opfer auf, mehrere zehntausend Euro zu überweisen.

Mehr als zehntausend Euro verloren

Der 37-Jährige war laut Polizei kurz davor, das Geld zu überweisen, als er erstmals Verdacht schöpfte. Er habe den "Broker" damit konfrontiert, doch dieser habe ihm daraufhin versprochen, bald die schon erwirtschafteten Gewinne aus der ersten Einzahlung zu überweisen. Doch es gab natürlich einen Haken: Wenig später forderten die Betrüger den Mann auf, mehr als zehntausend Euro zu überweisen - nur dann bekäme er seinen Gewinn. Doch der Mann hatte noch mehr zu befürchten, dachte er.

Denn die Betrüger drohten dem Mann mit einer Anzeige wegen Geldwäsche, falls er nichts mehr überweist. Derart eingeschüchtert überwies der Mann doch den geforderten Betrag auf ein ausländisches Konto. Das war den Betrügern natürlich wieder nicht genug.

Wenig später sollte der 37-Jährige eine höhere fünfstellige Summe überweisen, dann bekäme er einen doppelt so hohen Gewinn ausgezahlt. Doch darauf ließ sich der Mann nicht mehr ein und ging zur Polizei.