Bahnverkehr in Neu-Ulm: Weniger Zuglärm in Burlafingen

Die Anwohner in Burlafingen sollen besser vor Zuglärm geschützt werden.
Niko Dirner- Die Deutsche Bahn baut in Neu-Ulm zwei Lärmschutzwände für 5,4 Mio. Euro.
- Erste Wand: 1000 m lang und 2,5 m hoch, zweite Wand: 650 m lang und 3 m hoch.
- Bauarbeiten bis Juli, Restarbeiten bis September, nächtliche Arbeiten von 21 bis 5 Uhr.
- Programm des Bundes fördert Lärmschutz seit 1999, 2,1 Mrd. Euro investiert.
- Passive Maßnahmen wie Schallschutzfenster sind geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Burlafingen soll es deutlich leiser werden. Im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms des Bundes errichtet die Deutsche Bahn (DB) zwei Schallschutzwände an beiden Seiten der Gleise, die durch den Ort führen. Die erste Wand wird nördlich der Gleise entlang der Adenauerstraße und des Lauberings mit einer Gesamtlänge von rund 1000 Metern und einer Höhe von 2,5 Metern errichtet. Die zweite Wand entsteht südlich der Gleise entlang des Bahnwegs und der Flurstraße, mit einer Länge von 650 Metern und einer Höhe von 3 Metern.
Die Hauptarbeiten haben bereits begonnen und werden bis zum 13. Juli größtenteils abgeschlossen, teilt die Deutsche Bahn mit. Abschließende Restarbeiten werden bis Mitte September fortgesetzt. Die nächtlichen Arbeiten finden innerhalb dieses Zeitraums jeweils zwischen 21 und 5 Uhr statt. Die Investitionen belaufen sich auf rund 5,4 Millionen Euro.
Die DB sei bemüht, die von der Baustelle ausgehenden Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Dennoch lassen sich eine erhöhte Lärmbelastung und auch ein vermehrter Baustellenverkehr leider nicht ganz vermeiden, heißt es in der Mitteilung. Bei Arbeiten im Gleis muss zur Sicherung der örtlichen Mitarbeiter zudem ein akustisches Warnsystem (ATWS, auch Rottenwarnanlage genannt) eingesetzt werden. Diese ist vorgeschrieben und warnt die Mitarbeiter mit einem Signalton vor herannahenden Zügen. Die Anlage ist nur eingeschaltet, wenn auch gearbeitet wird.
Durch den Baustellenverkehr kann es auch zu temporären Einschränkungen in der Zufahrt zu lokalen Geschäften kommen. Dafür bittet die DB um Verständnis. Das Projekt trägt maßgeblich zur Reduzierung der Lärmbelastung bei. Auch weiter entfernt liegende Häuser und Wohnungen sollen von diesen aktiven Schallschutzmaßnahmen profitieren. Zusätzlich sind passive Lärmsanierungsmaßnahmen, wie der Einbau von Schallschutzfenstern oder -lüftern geplant, betroffene Eigentümer der jeweiligen Gebäude werden vorab über Fördermöglichkeiten informiert.
Bund fördert Lärmsanierung
Das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ wird seit 1999 vom Bund gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Über 2,1 Milliarden Euro wurden seither in die Lärmsanierung von ca. 2.324 Kilometern Schienenstrecke und rund 70.900 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2024 wurden ca. 69 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und über 176 Millionen Euro ausgegeben. Bis zum Jahr 2030 soll die Lärmsanierung mehr als die Hälfte aller Anwohnenden an bestehenden Schienenwegen vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten.
Die Lärmsanierung ist eine freiwillige Leistung des Bundes. Gefördert werden Schallschutzwände sowie schalldichte Fenster und Lüfter in Gebäuden. In Einzelfällen werden auch Dämmungen von Außenfassaden und Dächern teilfinanziert. Da die Lärmsanierungsmaßnahmen eine Wertsteigerung des Objektes bedeuten, tragen die Eigentümer ein Viertel der Kosten.
