Auszeichnung für Vöhringerin: Renate Ernst erhält die Bayerische Staatsmedaille

Gratulierten Renate Ernst zu ihrer Ehrung: Ludwig Daikeler als Vertreter der Landrätin, Sozialministerin Ulrike Scharf, Landtagsabgeordneter Thorsten Freudenberger und Bürgermeister Michael Neher (von links).
Privatfoto- Bayerische Staatsmedaille: Renate Ernst wird für soziale Verdienste ausgezeichnet.
- Seit 1973 engagiert sie sich für Menschen mit Behinderung und prägte die Lebenshilfe Donau-Iller.
- Sie initiierte den Eltern-Behindertenkreis Vöhringen und leitete den Arbeitskreis vor Ort.
- 1988 bis 2010 führte sie den Angehörigenbeirat aller regionalen Werkstätten.
- „Haus Renate“ in Vöhringen eröffnete 2022 – ein Pilotprojekt des Dominikus-Ringeisen-Werks.
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Sozialministerin Ulrike Scharf hat die Vöhringerin Renate Ernst für ihren ehrenamtlichen Einsatz mit der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste ausgezeichnet. Gemeinsam mit 14 weiteren Personen nahm Ernst die Auszeichnung in der Allerheiligen-Hofkirche in München entgegen.
Ernst habe sich „über fünf Jahrzehnte hinweg herausragende und richtungsweisende Verdienste um die Belange der Menschen mit Behinderung erworben“, hieß es in der Laudatio. Seit 1973 habe sie die Lebenshilfe Donau-Iller maßgeblich mitgestaltet. 1976 übernahm sie die Leitung des Vöhringer Arbeitskreises für Menschen mit Behinderung und initiierte zeitgleich den Eltern-Behindertenkreis Vöhringen. Von 1988 bis 2010 war sie Vorsitzende des Angehörigenbeirats aller regionalen Werkstätten der Lebenshilfe Donau-Iller, so eine Mitteilung.
„Haus Renate“ im Jahr 2022 eröffnet
Auf ihre Initiative geht auch das Wohnhaus „Haus Renate“ in Vöhringen zurück, das 2022 nach langer Planung eröffnet wurde und wegen ihres Einsatzes ihren Namen trägt. Es gilt als bedeutendes Pilotprojekt für eine Wohnform für Menschen mit Behinderung in Trägerschaft des Dominikus-Ringeisen-Werkes. „Ihr Wirken hat nicht nur die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung verbessert, sondern auch das gesellschaftliche Bewusstsein und die Beteiligung von Familien und Ehrenamtlichen nachhaltig gestärkt“, lautete die Begründung für die Ehrung.
Ministerin Scharf gratulierte allen Geehrten. „Mit der Bayerischen Staatsmedaille für Soziale Verdienste würdigen wir, was Sie für andere bewegen, was Sie aufgebaut haben, und wie viele Leben Sie zum Besseren verändert haben“, sagte sie. „Ihre Wege sind verschieden, aber Sie alle verbindet ein Ziel: Sie wollen das Leben Ihrer Mitmenschen besser machen.“
„Vorbild für uns alle“
Ludwig Daikeler, Vertreter der Landrätin des Landkreises Neu-Ulm, beglückwünschte Ernst vor Ort. „Unsere Gesellschaft braucht Persönlichkeiten wie Sie, die nicht nur etwas bewegen, sondern auch Vorbilder für uns alle sind“, sagte er. Auch Vöhringens Bürgermeister Michael Neher war persönlich in München dabei. „Ich kenne Renate Ernst schon mein ganzes Leben“, sagte er. „Vöhringen ist stolz darauf, mit ihr eine Kämpferin für die Interessen von Menschen mit Behinderung zu haben.“
