Ausbildung in der Region
: Handwerk bevorzugt

Mehr Jugendliche streben eine Ausbildung an. Das Plus bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegt bei 13,5 Prozent, meldet die Handwerkskammer Schwaben.
Von
red/ate
Kreis Neu-Ulm
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ARCHIV - 31.07.2020, Sachsen-Anhalt, Eilsleben: Rico Skiebe (l), Auszubildender KFZ-Mechatroniker im vierten Lehrjahr und sein Bruder Justin Skiebe stehen im Autohaus Eilsleben vor einer geöffneten Motorhaube. Justin Skiebe wird dort am 01. August 2020 eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker beginnen. Im Handwerkskammerbezirk Magdeburg beginnen am 1. August gut 820 Lehrlinge eine Ausbildung im Handwerk. Das seien gut zehn Prozent weniger als vor einem Jahr, teilte die Handwerkskammer mit. (zu dpa: «Viele neue Azubis in Sachsen-Anhalt») Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wieder mehr Jugendliche entscheiden sich für eine Ausbildung in einem Handwerksberuf.

dpa
  • Mehr Jugendliche wählen eine Ausbildung im Handwerk, meldet die HWK Schwaben.
  • Im Zeitraum Januar bis Juni 2026 wurden 2150 Verträge geschlossen – plus 13,5 Prozent.
  • Bayernweit lag das Plus bei 8,3 Prozent, so die HWK.
  • Gründe laut HWK: stabile Perspektiven, erfüllende Arbeit und Mensch bleibt zentral trotz KI.
  • Rund 700 offene Ausbildungsplätze stehen in der HWK-Börse, Start ist noch im September möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehr Jugendliche entscheiden sich wieder für eine Ausbildung im Handwerk. Das teilt die Handwerkskammer (HWK) Schwaben in einer Pressemitteilung mit. Im Kammerbezirk der HWK Schwaben sind im Zeitraum Januar bis Juni 2026 insgesamt 2150 neue Ausbildungsverträge für den Start im Herbst geschlossen worden. Das bedeutet zum Vergleichszeitraum im Vorjahr mit 1894 ein Plus von 13,5 Prozent. Bayernweit gab es ein Plus von 8,3 Prozent, schreibt die HWK Schwaben.

Jugendliche würden sich nicht nur aufgrund der sicheren Perspektiven für die Ausbildung entscheiden, sondern vor allem deshalb, weil Handwerksberufe erfüllende Arbeiten bieten. Einen weiteren Grund für den Zulauf ins Handwerk liege laut HWK in Sachen Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. In vielen Bereichen werden Arbeiten automatisiert, viele Berufsbilder verändern sich. Im Handwerk hingegen bleibt der Mensch unersetzlich: Kreativität und handwerkliches Geschick würden sich nicht durch Algorithmen ersetzen lassen, wirbt die HWK. Jugendlichen und ihren Eltern seien die Umbrüche und der tiefgreifende Wandel in vielen Branchen bewusst, deswegen werde eine Ausbildung im Handwerk bevorzugt. Das Handwerk bietet stabile Berufsperspektiven, geben sich die Handwerker selbstbewusst. Doch die Betriebe profitieren auch von digitalen Technologien und KI – etwa bei Planung, Organisation oder Unterstützung.

Noch offene Stellen

Derzeit gibt es sogar noch offene Stellen. Die Handwerkskammer für Schwaben bietet Jugendlichen unter www.hwk-schwaben.de/ausbildung auch einen Link zur Lehrstellen- und Praktikumsbörse der HWK. Dort sind  derzeit rund 700 Ausbildungsplatzangebote aufgeführt. Die Chancen für Jugendliche sind groß, dort noch einen Ausbildungsplatz für September zu finden. Darüber hinaus bieten viele Handwerksbetriebe auf ihren Internetseiten oder über Social Media offene Stellen an.