Es ist vollbracht. Nachdem die Rückübertragung der Müllabfuhr an den Landkreis sowohl im Werkausschuss des Kreistags als auch in den 17 Städten und Gemeinden im Kreis Neu-Ulm lange und teils kontrovers diskutiert worden war, hat der Kreistag das Thema am Freitag nun per Beschluss abschließend entschieden. Weil eine im Werkausschuss einstimmig gefasste Beschlussempfehlung vorlag, wurde in der großen Runde auch nicht mehr diskutiert. Altenstadt, Buch, Holzheim, Illertissen, Kellmünz, Oberroth, Osterberg, Pfaffenhofen, Roggenburg, Unterroth und Weißenhorn werden ab 2026 ihre Müllentsorgung an den Landkreis abgeben. So ist es in den allermeisten Kreisen in Bayern auch geregelt. Ein früheres Datum ist wegen des nötigen Vorlaufs nicht möglich, hieß es. Unter anderem Neu-Ulm, Elchingen, Vöhringen und Senden werden die Müllabfuhr auch künftig in Eigenregie übernehmen.

Angst um Wertstoffhöfe

Ein Grund dafür war, dass in diesen Kommunen Befürchtungen laut geworden waren, dass die dortigen Wertstoffhöfe künftig kürzere Öffnungszeiten haben könnten oder gar ganz geschlossen werden. Und die Bürger der betroffenen Kommune dann schlechter dastehen.
Landrat Thorsten Freudenberger betonte in der Sitzung, dass es nie um eine Machtfrage zwischen Kreis und Kommunen gegangen sei. Der Bayerische Gemeindetag habe das Thema angestoßen, das die Landkreise dann aufgriffen.