Mit einem großen Bürgerfest hat der Landkreis Neu-Ulm am Wochenende sein 50 Jahre Jubiläum im Weißenhorner Stadtpark gefeiert. Am 18. Juli geht es weiter. Mit einer Jubiläums-Kreistagssitzung für geladene Gäste von 9.30 Uhr an im Wolfgang-Eychmüller-Haus in Vöhringen, zu der auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder kommen wird. Moment mal, 18. Juli?  Das Datum  dürfte der ein oder andere aus der Ulmer Region bereits dick im Kalender angestrichen haben. Wenn auch aus einem anderen Grund: Am 18. Juli ist Schwörmontag. Und am höchsten Ulmer Feiertag ist die Stadt im Ausnahmezustand.
Aber warum legt der Kreis Neu-Ulm dann seinen offiziellen Festakt genau auf diesen Termin?  Das hat historische Gründe: Genau an diesem Tag tagte der Neu-Ulmer Kreistag 1972 zum ersten Mal, auch im Wolfgang-Eychmüller-Haus.  Einen „festlichen Vormittag“ verspricht Landrat Thorsten Freudenberger in der Einladung. Er wird eine Ansprache halten, Ministerpräsident Söder wird dem Landkreis herzlich gratulieren. Dazu gibt es Beiträge der Fraktionen und der Imagefilm des Landkreises wird gezeigt.  Zum Ausklang steht ein Stehempfang an. „Lange wird das offizielle Programm nicht dauern“, sagt Kerstin Weidner, Pressesprecherin des Landkreises.

Zu weit zum Weinhof

Zu einem weiteren historischen Termin werden es die Gäste aber trotzdem nicht schaffen: Gegen 11 Uhr hält der Ulmer OB Gunter Czisch seine Schwörrede auf dem Weinhof, in der er verspricht, „Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein.“ Diese Eidesformel ist seit 1345 verbürgt, so die Stadt Ulm. Sie stelle einen „einzigartigen Rechtsbrauch“ dar. Diesmal wohl ohne kommunalpolitische Prominenz aus Bayern, die dafür Ministerpräsident Söder lauschen darf. Immerhin: Zum Nabada dürften es auch die Bayern locker schaffen, das beginnt um 16 Uhr.