Wollwerk im Albgut
: Historische Strickereien neu belebt

Im Wollwerk im Albgut zeigt Marina Kölbl-Ebert gestickte Bildnisse aus der Natur. Am Tag der Deutschen Einheit wird die Ausstellung eröffnet. Sie ist bis März kommenden Jahres zu sehen.
Von
swp
Münsingen
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Tiere und die Natur sind Elemente der Ausstellung. ⇥

Privat

Historische Stickereitechniken neu interpretiert sind das Thema der Ausstellung, die am morgigen Samstag, 3. Oktober, um 11 Uhr im Wollwerk BT17 im Albgut eröffnet wird. Ausgestellt werden gestickte Gärten, Insekten und fossile Fische in unterschiedlichen Techniken: Nadelmalerei und Goldstickerei, Weißnäherei und Richelieu-Spitze, dreidimensionale Stumpwork-Arbeiten und Holbein-Stickerei, Crewel-Wollstickerei und Applikationen in unterschiedlichen Varianten. Klassische Techniken und neuartige Interpretationen ergänzen sich zu textilen Kostbarkeiten.

Martina Kölbl-Ebert arbeitet als Geowissenschaftlerin und Wissenschaftshistorikerin an der Universität München. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich seit gut zwei Jahrzehnten mit historischen Sticktechniken, fasziniert vom handwerklichen Können und der Vielfalt an Methoden vergangener Jahrhunderte. Die Ausstellung wird kombiniert mit Bildern von Isabel Fuchs zum Thema Meer und Bäume.

Isabel Fuchs studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart freie Malerei, später auch Kunsterziehung. Seit 2001 wohnt die Künstlerin in Hütten. Seit einigen Jahren befasst sie sich in ihrer Kunst mit Schafen. Ihre besondere Technik, Malerei und Strickarbeit zu verbinden, eignet sich besonders gut für eine realistische Darstellung der freundlichen Wolllieferanten. Isabel Fuchs malt die Bilder erst in Aquarell oder Acryl auf Leinwand. Anschließend fügt sie die Strickereien hinzu.

Die Ausstellung kann vom Samstag, 3. Oktober, bis Sonntag, 21. März 2021, zu den Öffnungszeiten des Wollwerks besichtigt werden (jeweils Freitag und Samstag, 13 bis 17 Uhr, Sonntag: 11 bis 17 Uhr).